Könntest du durch meine Augen seh’n.
Würdest du wie ich auch zu dir steh’n.
Jeden deiner Fehler lieben, jedes Detail an dir ist heilig.
Denn genau so wie du bist, bist du unvergleichlich. (Batomae)

Ich bin nicht gut darin, Komplimente anzunehmen. Sie beschämen mich, bringen mich in Verlegenheit und lösen einen sofortigen Fluchtreflex in mir aus. Und hätte mein bester Freund Batomae mir diese Worte einfach so gesagt… hm, ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte. Vielleicht hätte ich einfach eine spontane Ohnmacht vorgetäuscht. Ich weiß es wirklich nicht.

Aber er ist Musiker und hat diese wundervollen Worte in einem Song verpackt. In meinem Song. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie unglaublich stolz und dankbar ich grad bin, das schreiben zu dürfen. Wie wundervoll das klingt „Mein Song“, aber so ist es wirklich. Als ich ihn gebeten habe, für meinen Roman „Das Mädchen aus der 1. Reihe“ einen Titelsong zu schreiben, hat er seine Chance gewittert, mir all das sagen zu können, was ich sonst nicht annehmen kann. Und es ist ihm gelungen, denn wo Worte enden, beginnt die Musik…

Ich glaube ihm.

Wenn ich diese Zeilen und seine weiche, gefühlvolle Stimme höre, vergesse ich alles um mich herum. Und ich glaube ihm, jedes einzelne Wort. Ich kann diese Gedanken noch nicht annehmen, weil ich mich noch nicht annehmen kann, aber inzwischen glaube ich ihm, dass er sie genau so fühlt. Für mich ist das schon ein verdammt großer Schritt und es waren sehr, sehr viele kleine Trippelschritte nötig, bis wir an diesem Punkt angekommen sind. Ja, es gibt diesen leisen Gedanken, der mir immer wieder zuflüstert, dass es nicht stimmt, dass ich ekelig bin und niemand zu mir steht. Aber eine Freundschaft wie ich sie mit ihm erleben darf, ist stärker und lacht diesen Gedanken inzwischen einfach nur noch aus. Zumindest meistens.

Am liebsten höre ich den Song, wenn ich bei einem seiner Konzerte in der 1. Reihe stehe, um mich herum alles dunkel ist und mein Blick hoch zu ihm auf die Bühne wandert. Wenn ich dann sehe, wie er voll und ganz in der Musik aufgeht, und ich spüre wie eine Welle durchs Publikum geht, sich Menschen aneinander anlehnen, bei der Hand nehmen oder in dem Blick des anderen versinken. In diesem Moment ist alles ein kleines bisschen besser. Ich freue mich drauf, wenn ihr dieses Gefühl einmal live erlebt und mit uns teilt.

Alles Liebe & bleibt unvergleichlich,
Eure Jana

 

(Credit: Ben Wolf)

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2 Kommentare

  1. Liebe Jana,
    Ich durfte gerade am Wochenende erleben, wie viele Gefühle ihr in die Konzertlesung gepackt habt. Miteinander und auch in der Interaktion mit uns. Das war wunderbar. Alles Liebe,
    Helga

  2. Pingback: Ich bin a-typisch. - Jana Crämer – Blog – Endlich Ich

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