Ich liebe Brot. Also jetzt nicht so labbriges Toastbrot, aber gutes Brot oder liebevoll zubereitete und angerichtete Backwaren sind für mich ein Augenschmaus. Beim Gucken bleibt es aber meistens auch, zumindest bem Kuchen und süßen Teilchen. Ob nun „leider“ oder „Zum Glück“ kann ich noch gar nicht so genau sagen.

Selber zu backen ist für mich ein absoluter Hochgenuss, wenn die Wohnung so herrlich duftet und ich schon die strahlenden Augen meiner Lieben vor mir sehe, freue ich mich wie ein kleines Kind. Vielleicht mag’ ich backen aber auch so gerne, weil es entschleunigt.

Es dauert halt, solange es nunmal dauert. Die Zutaten interessiert es nicht, ob ich noch 3 Interviews geben, die Lesung kürzen und dringend mein Bato-Shirt waschen muss. Wenn da steht, dass ich den Teig 5 Minuten kneten muss, bis keine Klumpen mehr drin sind, dann ist das so. Und wenn 60 Minuten Backzeit angegeben sind, dann ist das auch keine Verhandlungsbasis.

Klar, in den 60 Minuten könnte ich auch die anderen Sachen schon mal machen, aber ich habe die Angewohnheit, mich vor den Ofen zu setzen und zu beobachten, wie der Teig langsam hochgeht, ganz laaangsam. OK, machmal checke ich dann Instagram, aber wirklich nur kurz.

So gerne ich den Kuchen dann auch schön dekoriere und anrichte, selbst ein Stück zu essen, schaffe ich noch nicht. Ja, irgendwann bestimmt, aber jetzt halt noch nicht. Bei Brot sieht das anders aus. An guten Tagen genieße ich es total, gutes Brot zu essen, und es löst auch keinen Fressflash aus. Am liebsten sogar ohne was drauf. Einfach ne dicke Knifte, gerne mit Kräutern, Gewürzen und Zwiebeln darin, finde ich herrlich.

Früher bin ich am Wochenende manchmal mit meinem Papa nach Winterswijk gefahren, dort haben wir immer Fla, Schokostreusel und Cassis gekauft. Und wenn wir dann auf dem Rückweg in Haltern am Hofladen vorbeigekommen sind, haben wir uns ein frisches, noch warmes Laib Brot geholt, sind zum See gefahren und haben geschmaust. Wundervoll.

Und nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Backen und guten Appetit. Und ihr Lieben, Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht. Es dauert halt, solange es nunmal dauert.

Eure Jana

P.S.: In dem Video seht ihr nun endlich auch mal meine Ernährungsberaterin Sandra.

Autor

Schreibe einen Kommentar