7.000 Kalorien sind ein Kilo.
Das klingt im 1. Moment komisch, ist aber so. Wenn ich genau meinen Tagesbedarf esse, muss mein Körper weder an seine Reserven gehen, dass ich abnehme – noch hat er die Chance was einzulagern, wodurch ich zunehmen würde. Soweit, so gut.

Esse ich 7.000 Kalorien mehr als ich verbrauche, nehme ich ein Kilogramm zu.
Esse ich 7.000 Kalorien weniger als ich verbrauche, nehme ich ein Kilogramm ab.

Mal zur Orientierung:
1g Kohlenhydrate = 4 Kalorien
1g Eiweiß = 4 Kalorien
1g Fett = 9 Kalorien

Fett ist eine Energiequelle, zudem kann der Körper die lebensnotwendigen Vitamine A, D, E und K nur mit Hilfe von Fett aufnehmen. Essen wir also kein Fett, sparen wir zwar Kalorien, sterben aber. Blöd.

Eiweiß (Protein) versorgt uns mit Aminosäuren und Stickstoff. Das sind die Baustoffe für Zellen und Gewebe, wie Muskelfasern, Organe und Blut. Essen wir kein Eiweiß, sparen wir zwar auch Kalorien, aber wir sterben wieder. Auch blöd.

Kohlenhydrate sind neben dem Fett auch sehr gute Energielieferanten. Sie sind besonders für Muskulatur und Gehirn eine wichtige Energiequelle. Essen wir also keine Kohlenhydrate sterben wir nicht nur, sondern wir sterben dumm und das ist dann gleich doppelt blöd.

Ich hab’ mal ne ganze Zeit fast komplett auf Kohlenhydrate verzichtet (10g pro Tag waren da für mich normal) und hab tatsächlich gemerkt, dass ich ganz schön schwer von Begriff war, mir Worte nicht eingefallen sind und ich mich immer schlechter konzentrieren konnte. Jetzt esse ich wieder Kohlenhydrate und das zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Aktuell esse ich 2.300 Kalorien pro Tag, davon sind so ganz ungefähr 110g Eiweiß, 280g Kohlenhydrate und 75g Fett. Je nachdem…

Meinen Tagesbedarf an Kalorien rechne ich regelmäßig bei meiner pronova BKK auf der Homepage aus. OK, ich lasse rechnen, denn zum Glück gibt’s dieses praktische Ding, sonst wäre mir das echt zu kompliziert. Regelmäßig heißt jetzt natürlich nicht täglich, denn mein Tagesbedarf an Kalorien ändert sich ja nur, wenn sich mein Gewicht ändert oder ich wachse. Dass ich noch wachse kann ich mir wohl leider abschminken, aber dass ich Gewicht verliere, sehe ich einmal pro Woche auf meiner Waage.

Meinen täglichen Kalorienverbrauch behalte ich mit meinem Schrittzähler im Blick. Und das sogar besonders gerne, denn mein fitbit alta HR ist rosa und allein das zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Auch wenn ich sonst nicht sonderlich modebewusst bin und auch keinen Schmuck außer Batomaes Feder trage, freu’ ich mich, dass der Schrittzähler so gut zu meinen Klamotten passt… und zu meiner Teetasse… und meinem macbook… und… Ok, ich hör’ schon auf. Schöner als die Farbe ist die praktische Funktion, dass mir ganz genau angezeigt wird, wie viele Kalorien ich schon verbraucht habe.

Wie viele Kalorien ich zu mir nehme, trage ich in meine Calory Guard-App ein. Yepp, am liebsten ganz genau mit abwiegen und selber kochen, aber ich bin auf `nem guten Weg, dass manchmal auch schon Pi mal Daumen OK ist und nicht direkt für Psychofuck sorgt. Es gibt sie wirklich schon, ja, ab und zu gibt es diese Tage, dass mir eine grobe Schätzung der Kalorien ausreicht.

Wenn man es mal genau betrachtet ist so eine Körperwaage ja auch eher eine grobe Schätzung. Das Gewicht wird ja von so vielen Umständen beeinflusst. Ob ich genug getrunken hab’, wie viel ich gegessen habe und ob ich danach schon auf dem Klo war. Mein Körper muss meine Kürbis-Gemüse-Pfanne ja erstmal in die vielen Einzelteile (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett) zerlegen, bevor er sie verarbeiten und zum überleben nutzen kann. Sowas braucht Zeit. Ich wiege zum Beispiel auch nochmal ein paar Kilo mehr, wenn ich kurz davor bin, meine Tage zu bekommen und und und.

Da spielt so viel mit rein, dass das Gewicht auf der Waage eigentlich eh nicht so wirklich ins Gewicht fällt. Hm, das klingt jetzt zwar sogar im 2. Moment richtig komisch, ist aber auch so. Hm, und während ich das schreibe, habe ich plötzlich totale Lust „Es war einmal das Leben“ zu gucken. Kennt die Serie noch jemand? Hätte ich doch da mal früher besser aufgepasst.

 

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5 Kommentare

  1. “7.000 Kalorien sind ein Kilo.“
    Nein. 7.000 Kalorien sind ein Gramm. 7.000.000 = 7 Kilolalorien (kcal) sind ein Kilogramm.

    • @Heiner wenn Du mit ca. 7000 Kalorien im Defizit bist, nimmst du ca. 1kg Körperfett ab. Ergo sagt man, dass 7000 Kcal = 1kg Körpergewicht entsprechen. Es war nicht gemeint, dass 7000 Kalorien = 1 kilokalorien sind. Kalorien und Kilokalorien bezeichnen das selbe. Mit Kilo war das Körperfett gemeint.

      Lg

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