Lange Zeit hatte ich so meine Probleme mit diesen Insta-Stories. Und das nicht nur, weil man gerade mal lächerliche 15 Sekunden Zeit hat, um auf den Punkt zu kommen. 15 Sekunden? Für mich eine schier unlösbare Herausforderung.* 

Ich hab immer überlegt, dass es doch überhaupt keinen Sinn macht, mir ein interessantes Thema zu überlegen, eine schöne Umgebung zu suchen – am besten noch, dass das Licht so harmonisch ins Bild fällt, dass mein aufwendig geschminktes Gesicht schmeichelnd zart umspielt wird – wenn das Video dann doch nach 24 Stunden verschwindet. Braucht doch echt kein Mensch.

Viel zu viel Aufwand für diese Vergänglichkeit und somit in meinen Augen sinnlos verschwendete Zeit. Tja, dann habe ich es neulich aus Spaß doch einfach mal probiert. Ohne mich zu schminken, ohne eine schöne Location zu suchen und am wenigsten Zeit habe ich dafür verschwendet, mir ein Thema zu überlegen.

Ich war mit meinem besten Freund Batomae und seinen Brüdern unterwegs und wir hatten einfach Lust, zwischen den ganzen Proben für unsere anstehende Tour, völlig ohne Sinn und Verstand Zeit zu verplempern. Nix aufwendiges, einfach mal für ein paar Sekunden den Kopf frei bekommen. Was bot sich da also mehr an als eine 15 Sekunden Insta-Storie?

Wir haben uns vor Lachen die Bäuche gehalten und waren unglaublich froh, dass unsere Stories, denn bei einer ist es dann natürlich nicht geblieben, nach 24 Stunden im Nirvana verschwinden würden.

Brauchen tu’ ich sie immer noch nicht, sinnvoll sind sie ganz bestimmt auch nicht. Yepp, im Grunde sie sind einfach völlig nutzlos und genau deshalb machen sie vermutlich so einen riesigen Spaß. 15 Sekunden reichen mir zwar immer noch nicht, um auf den Punkt zu kommen, aber dann mach‘ ich halt noch eine Zweite und wenn’s grad so schön ist auch noch eine Dritte Story.

Liebste Grüße,
Eure Quasselstrippe, der grad‘ die Hose gerissen ist. Mehr dazu in der neusten Insta-Story.

*An dieser Stelle meines Blogbeitrags kann sich mein bester Freund hundertprozentig nicht gegen ein heftig zustimmendes Kopfnicken wehren. Ich sehe ihn ganz genau vor mir, wie er in seinen Muckelpulli eingemummelt diesen 1. Absatz gelesen hat und grinsend denkt: „Jana, Du schaffst es nicht mal, in minutenlangen Sprachnachrichten bei WhatsApp auf den Punkt zu kommen.“ Und er hat Recht, aber vielleicht lerne ich genau das ja durch die Insta-Stories und schwupps macht es doch schon wieder Sinn. Ein klitzekleines Bisschen zumindest und das reicht auch.

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