Gestern beendete ich meinen Blogbeitrag „Loszulassen fällt mir so unglaublich schwer.“ mit dem Gedanken, dass ich mich heute früh mal wieder auf die Waagen stellen würde. Rein aus Neugierde, um zu schauen, ob mein Körper seine Reserven grad eher loslässt oder so sehr dran festhält, wie ich mich noch an unsere 1. Konzert-Lesung klammere. 

Ich merke ja, dass meine Klamotten immer weiter werden und ich habe ehrlich gesagt schon etwas Bammel, dass fürs Ende der Woche „Shoppen mit Bato“ in meinem Kalender steht. Für die anstehende Tour brauche ich neue Klamotten, aber mit mir Shoppen zu gehen ist der blanke Horror. Für mich selbst und fast noch mehr für meine Begleitung. Aber er ist da zum Glück erprobt.

Obenrum trage ich inzwischen zu um die 42 und frage mich, warum zum Teufel die Brüste immer als erstes schmelzen müssen? Ich habe so viel Fett, kann es nicht erstmal an die dicken Bollen gehen? Bei Hosen muss es `ne 44, manchmal auch `ne 46 sein. Je nachdem, wie der Schnitt ist. Dass es in der Taille eh immer zu weit ist, ist für mich kein Drama, da ich so weite und lange Shirts anziehe, dass man den abstehenden Hosenbund eh nicht sieht.

Blöd nur, dass es im Winter tatsächlich immer ein bisschen zugig um die Hüfte ist. „Kind, zieh’ um Himmels Willen was drunter. Du hols’ Dir sonst noch was wech“ hat schon meine Oma gesagt, Recht hat sie. Ich werde mir mal ein paar Unterhemden kaufen. Feinripp, Olé!

Eine zeitlang bin ich täglich auf die Waage gestiegen. Mit einem grummeligen Bauchgefühl und richtig mieser Laune. Könnte aber auch einfach Durst gewesen sein, denn ich war so irre, dass ich mir verkniffen habe, nach dem Abendbrot noch was zu trinken. Einfach nur, um auch ja nicht „unnötig“ Wasser im Körper zu haben, was mich ja schwerer macht.

Heute kann ich zu solchen Gedanken tatsächlich nur noch den Kopf schütteln. Wasser ist so wichtig und führt sogar eher dazu, dass man weniger wiegt, weil der Stoffwechsel besser in Schwung kommt.

Und was soll ich sagen? Nach `ner halben Nacht-Flasche Volvic war ich heute früh auch in Schwung. So sehr, dass ich mich direkt an die neue Lesung gesetzt und was gefrühstückt habe, natürlich nicht, ohne vorher `ne Insta-Story zu den leckeren Tüddels in meinem Porridge zu machen.

Und das alles, ohne mich vorher zu wiegen. Ich habe es schlichtweg vergessen und blicke jetzt auf einen wundervollen Tag mit einem herrlich befreiten Bauchgefühl zurück.

Ich sollte viel öfter mal Dinge vergessen, die mir nicht gut tun.
Eure Jana

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2 Kommentare

  1. Alexandra Schleischitz Antworten

    Hab grade in der Jolie von dir gelesen. Toll, was du machst! Hatte selbst in meiner Jugend Anorexie und Bulimie und hab darüber ein Buch geschrieben mit dem ich auch an Schulen unterwegs bin. Ganz liebe Grüße aus Österreich, Alexandra Schleischitz

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