Dass Multitasking nichts für mich ist, und ich sogar schon damit überfordert bin, beim Kochen zu telefonieren, habe ich ja bereits schmerzhaft bewiesen. Und ich fürchte so langsam eh, dass ich insgesamt eher untypisch bin. Also so ganz generell.

Ich mag’s nicht, shoppen zu gehen, bei romantischen Filmen schlafe ich ein und weder Sekt, noch Champagner zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht. Ein Bier schon eher, aber auch nur dann, wenn es mit 158 kcal noch in meinen Ernährungsplan passt. Ach ja und wenn wir grad schonmal dabei sind, nach einem Orgasmus schlafe ich ein. Direkt.

Ich schweife schon wieder ab. Das passiert mir ständig. Hm, also vielleicht doch typisch Frau? Nein, im ernst, mir gegenüber sitzt mein bester Freund und jongliert geradezu mit weitreichenden Entscheidungen in den verschiedensten Themenfeldern. Gleichzeitig in das, ohne sich zu verbrennen. Er geht übrigens auch sehr gerne Shoppen. Und nein, ich werde ihn nicht fragen, wann er schlafen geht.

Ich hab` euch ja von meinem 1. Gespräch zur Bedarfs-Analyse meiner Therapie erzählt und dass nun doch noch ein weiteres Vorgespräch stattfinden muss. Zu diesem Termin soll ich nun alle vorhandenen „Dokumente“ mitbringen. Ich könnte diesen Blog hier, das Musikvideo zu „Unvergleichlich“ und mein Buch mitbringen. Mehr gibt es nämlich tatsächlich noch nicht.

Über 10 Jahre ist es her, dass ich schonmal einen 1. Therapie-Versuch gestartet habe. Ich bin zusammen mit meiner Mama nach Dortmund in eine Klinik gefahren und habe mich dem Anamnese Fragen-Marathon gestellt. 60 Minuten später wurde mir dann die Diagnose a-typische Bulimie gestellt.

„OK, nicht mal `ne gescheite Essstörung bekomme ich hin“ war mein 1. Gedanke. Als mir dann zu einer 6 wöchigen stationären Therapie geraten wurde, war es das für mich. Ich habe meine Beine in die Hand genommen und bin gerannt, schnell wie ein Flitzebogen. Yepp, für mich in der Tat sogar mehr als untypisch. Nicht das Flüchten, nur die sportliche Höchstleistung. Damals wie heute. Einige Dinge ändern sich wohl nie.

Liebste Grüße,
eure typisch un-typische Jana

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5 Kommentare

  1. Liebe Jana,
    auch ich bin a-typisch shoppen muss nicht so unbedingt sein.Obwohl so ab und zu muss ich doch mal shoppen gehen und Bier ist eindeutig besser als Sekt.
    Du schreibst das du Dokumente mit bringen sollt zum Termin damit ist sicherlich gemeint das du dein Ernährungstagebuch mit bringen sollt, aber dein Buch und das Video reichen bestimmt auch.

    Bis bald in Wuppertal mein erstes mal mit euch und ich freue mich wie bolle.

    Angela

  2. …manchmal bin ich darüber erschrocken wie ich mich in dir wieder finde!!!!!
    DANKE!!!!!!!!!!
    DANKE für das Gefühl nicht alleine mit diesem Problem zu sein!

  3. Ja a-typisch das kommt mir bekannt vor. Ich hasse shoppen hab nur 3 paar Schuhe davon sind 2 paar Turnschuhe und eine Handtasche. Aber Hey wer oder was ist schon typisch/normal. 😉

  4. a typisch, wer ist schon normal liebe Jana?
    ich bin in vielen Dingen a typisch, aber eigentlich ist mir das egal!
    Shoppen geh ich auch nicht gerne, liegt aber daran das ich kaum was finde und dann frustriert bin .
    Und Multitasking, das ist auch nicht meins, meistens schaffe ich das nicht. so Sachen wie dir mit der Verbrennung könnten mir auch passieren.

    Du bist eine tolle Frau Jana, und ich bin ein großer Fan , du bist mein Vorbild!
    Ich hoffe ich kriege auch die Kurve, in 3 1/2 WOchen ist der Termin in Köln, und danach kommt dann Wuppertal.

  5. Pingback: Die Tür immer im Blick. - Jana Crämer – Blog – Endlich Ich

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