Ich wünschte, ich würde morgens aufstehen und nicht erstmal `ne komplette Stunde im Bad verbringen müssen, um überhaupt unter Leute gehen zu können. Manchmal sind’s sogar fast zwei, und das ist leider nicht mal übertrieben. 

Ich wünschte, ich könnte an meinen Kleiderschrank gehen und einfach das anziehen, worauf ich Lust habe, statt zu schauen, welcher der verschiedenen Kleidergrößen-Stapel denn gerade passt.

Ich wünschte, ich würde endlich aufhören, den Menschen in meinem Umfeld das Leben unnötig schwer zu machen.

Und ich wünschte, ich würde meine Tage mal so strukturiert bekommen, dass ich nicht erst um 22:00 Uhr die Zeit finde, mich an den Blogbeitrag zu setzen.

So sitze ich nun um 22:39 Uhr hier in Berlin an meinem Schreibtisch, umgeben von nicht ausgeräumten Tour-Koffern, Teetassen, aus denen der Beutel schon seit mindestens 10 Minuten hätte rausgemusst, und vollgeschnupften Taschentüchern.

Klingt unappetitlich? Yepp, ist es auch. Noch unappetitlicher ist nur das längst durchgematschte Brötchen, dass ich seit zwei (?) Tagen in meinem Rucksack mit mir rumschleppe und grad gegessen habe. Ja, obwohl nicht den Ansatz von Hunger hatte. Nicht mal Appetit. Es war noch da, also musste es weg. Oma lässt grüßen.

Ach, ja, und ich wünschte, dass ich endlich mal aufhören würde, anderen die Schuld zu geben.

Vielleicht sollte ich damit anfangen. Einfach den Blog tagsüber zu schreiben, denn ich spüre grad, wie unglaublich gut es tut, die Gedanken zu sortieren, mein Verhalten zu hinterfragen und mit Euch zu teilen.

Hm, und statt meine Überforderung mit der Gesamtsituation durch Zickereien und Rumgeschmolle mit meinem Liebsten zu teilen, hätte ich allen Grund, mich über so viele wundervolle Dinge zu freuen, die grad passieren.

Das eigene Leben wird eben wirklich nicht leichter,
wenn man anderen das Leben schwerer macht.

Tja, die Situation vor meinem Kleiderschrank und vor’m Schminkspiegel kann ich eigentlich in einem Abwasch ändern. Vernünftig essen. Punkt. Finger weg von dem ungesunden Zeug, dann purzeln die Kilos und meine Haut wird von ganz allein besser.

Ziele sind Wünsche mit Fälligkeitstermin. Ich muss mir da morgen mal `nen Plan schreiben und das nicht erst abends um kurz vor Mitternacht. – Schlaft gut, ihr Lieben.

Eure Jana,
die morgen genau mit diesem Song in den Tag startet und lächeln wird, das steht mal fest. 

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