Auch wenn ich es schon oft auf extreme Art und Weise versucht habe, und zugegebenermaßen dafür auch schon unzählige Jojo-Quittungen kassiert habe, hatte ich trotzdem auf eine andere Antwort gehofft.

Keiner probiert’s aus.

Yepp, ich hatte irgendwie gehofft, dass mich Sandras Antwort auf meine Frage, wie ich dauerhaft abnehme, herausfordert. Ja, dass mir der Plan Disziplin und Kontrolle abverlangt. Denn wenn es wirklich einfach und entspannt gehen würde, würde es ja schließlich jeder machen, oder? Vielleicht ist aber genau das der springende Punkt: Weil es alle für viel zu einfach halten, probiert’s einfach keiner aus. Ich habe ja auch schon einen langen Weg hinter mir, der alles andere als einfach war.

Im letzten Blogbeitrag zum Thema Abnehmen habe ich Euch erzählt, was mir meine Ernährungsberaterin Sandra von der pronova BKK zum Thema „Grundumsatz & Leistungsumsatz“ erklärt hat. Ich habe Euch in dem Beitrag außerdem gezeigt, wo ich meinen Body-Mass-Index und meinen ganz persönlichen Tagesbedarf an Kalorien kostenlos ausgerechnet habe. 

Wunder Punkt.

Soweit, so gut. Ziemlich genervt hat mich dann aber der nicht ganz so kleine Hinweis, dass ich nur gesund und langfristig abnehme, wenn ich 5 bis 10% unter meinem Bedarf essen. Ihr könnt Euch vorstellen, wie ich genervt mit den Augen gerollt habe. Also hab’ ich bei Sandra nachgefragt, ob es da nicht ’ne schnellere Möglichkeit gibt. Ihre Antwort hat mit voller Wucht direkt meinen wunden Punkt getroffen:

Hungern sollte man nicht, denn das rächt sich. Wer seine Ernährung nicht dauerhaft umstellt, wird langfristig nicht abnehmen können und auch seine Gesundheit nicht erhalten. Wenn man weniger isst als man verbraucht, nimmt man ab, was ja ganz normal ist. Wenn man aber abgenommen hat, müssen noch mehr kcal eingespart werden, um weiter abzunehmen. Ein dünnerer Körper braucht eben weniger Energie, als ein dickerer Körper. 

Hier rächt sich der Körper auch noch, indem er den Stoffwechsel runterfährt. Auf Dauer hält das keiner durch und es ist auch noch schädlich für die Gesundheit, da sich ein Mangelzustand ergeben kann. 

Schädlich? OK, aber wie schädlich genau?!

Ich wollte wissen, wie schädlich so ein Hungerzustand denn nun wirklich ist. Nur ein bisschen schädlich, dass ich es für ein paar schnelle Kilo weniger in Kauf nehmen würde? Ich habe mich also auf der pronova BKK Page mal genauer eingelesen:

Allmählich schwinden in diesem Stadium nicht nur die körperlichen Kräfte, auch der lebenswichtige Herzmuskel wird in Mitleidenschaft gezogen. Der einsetzende Hungerstoffwechsel belastet Herz und Kreislauf im Übermaß.

Begleitet wird dieser Prozess von Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und einer höheren Infektanfälligkeit. Sämtliche Körperfunktionen geraten aus dem Lot. Nur der angestrebte dauerhafte Abnehmerfolg stellt sich nicht ein. 

(Hier könnt ihr Euch den kompletten Artikel durchlesen: https://www.pronovabkk.de/herz_im_hungerstress) 

OK, das hat mich dann doch schlucken lassen. Das Risiko ist es mir echt nicht wert. Und vielleicht ist ja genau das die „Herausforderung“, vielleicht ist „langsam“ wirklich der Schlüssel, auch wenn es nun wirklich nicht zu meinen Tugenden zählt, geduldig zu sein. 

Fragen über Fragen.

Langsam? Gut und schön, aber was steckt denn nun hinter Low-Carb, Slow-Carb und No-Carb? 5 – 10% unter meinem Bedarf zu essen, ist die eine Sache, aber was genau soll ich denn nun essen?

Was gehört auf die Einkaufsliste, dass es lecker, alltagstauglich und ausgewogen bleibt und ich meinen Körper bestmöglich beim Abnehmen unterstütze? Kann man das überhaupt? Also seinen Körper mit Lebensmitteln beim Abnehmen helfen? Das frage ich Sandra beim nächsten Mal. 

Was denkt ihr?

Geht’s wirklich nur langsam? Wie sind Eure Erfahrungen? Verratet ihr mir, welche Diäten und Ernährungsumstellungen oder auch Programme ihr probiert habt und wie die Erfolge waren? Ich freu‘ mich auf Eure Geschichten & Gedanken. Vielleicht habt ihr ja auch den ein oder anderen Tipp? Schreibt’s gerne als Kommentar.

Entspannte Grüße,
Eure Jana

(Yepp, ich blick‘ auch nicht mehr durch, was man darf und was nicht, also schreibe ich es einfach immer dazu. Sicher ist sicher: Unterstützt durch Produktplatzierungen #werbung)

Autor

9 Kommentare

  1. Liebe Jana,
    Vor ein paar Jahren habe ich es Auch Mit einem ganz einfachen Trick gemacht. Und zwar habe ich eine Liste erstellt Mit den Punkten“ geht Gut“ bedeutet Obst GEMÜSE ect. Das Noch Mit geht Mal und geht gar nicht. Das für jede Mahlzeiten Morgens, Mittags und Abends. Die vereinbarung Mit mir selbst war das ich so bald ich Etwas aus der geht gar nicht spalte gegesssen habe muss ich mich bewegen, so habe ich mich irgendwann automatisch bewegt und irgendwann bin ich sogar gejoggt. Fit bin ich heute Noch Aber die kilos sind fast alle wieder drauf ich habe es schleifen gelassen. 😔

    • „Fit bin ich heute noch“ klingt doch aber wundervoll und nach einem tollen Erfolg. Liebe Grüße, Jana

  2. Hallo Jana 🙂
    Bei jedem gibts mal Stillstand oder ne langsame Phase. Gerade im Sommer ist das doch normal durch das ganze Wasser, das wir einlagern.
    Ich zähle seit Februar Kalorien und im April kam intervallfasten (16/8) dazu. Mittlerweile hab ich seit dem knapp 20 Kilo runter. Mache mir aber keinen Stress, wenn’s mal nicht so schnell geht, wie ich es gerne hätte 🙂

    Lg
    Jess

  3. Hi Jana,
    sei stolz auf dich, du bist eine schöne, starke Frau und eine Inspiration für viele. Mach weiter so.

    langfristig abnehmen ist langsam und sicher. Schnelles Abnehmen = jojo. Durch meine Community habe ich viele Infos über Ernährung und Abnehmen gelernt.

  4. Liebe Jana,
    ich bin es so leid, irgendetwas nicht zu dürfen und andererseits etwas zu müssen. Ich war an dem Punkt „Alles egal, ich bin eben doch zu blöd, undiszipliniert,schwach …..“
    Scheinbar gab es aber doch noch ein klitzekleines Fünkchen in mir, das leben wollte. Dadurch bin ich bei meinen Recherchen eher zufällig auf Maria Sanchez und ihr wunderbares Buch “ Sehnsucht und Hunger“ gestoßen. Sie befasst sich sehr intensiv mit emotionalem Essen und dies auf eine sehr verständnisvolle Arte. Auch mit ihrer Methode wird es langsam gehen und anstrengend werden, doch sie ist frei von Reglementierungen und das fühlt sich sehr gut an.
    Ich bin noch ganz am Anfang, habe ihr erstes Buch gerade zu Ende gelesen, es hat jedoch einen Blickwechsel auf mich selbst ausgelöst und das fühlt sich super an. Das wichtigste ist für mich im Moment der innere Druck es müsse schnell gehen ist enorm geschrumpft, das verursacht Ruhe und Frieden in mir und somit deutlich weniger Ess- aber auch Abnehmdruck und die Pfunde schmelzen schon.

    Liebe Grüße Heike

  5. Wirklich tolle Story und super motivierend!…Man kann aber auch gesund und schnell zum Ziel kommen, ohne dabei zu hungern.
    Ich habe in nur 10 Wochen ganze 12 Kilo abgenommen und mein Wohlfühlgewicht gehalten. Also kein Jo-Jo-Effekt 🙂

  6. Hey Jana!
    Du hast Unglaubliches geschafft und inspirierst bestimmt nicht nur mich, sondern ganz ganz viele Menschen mit deinem ehrlichen und authentischen Blog – Riesiges Dankeschön dafür, mach weiter so!
    Bei mir hat sich nach allen möglichen Experimenten leider ebenfalls herausgestellt, dass nur „langsam“ auch „langfristig“ bedeutet. Weil ich ganz furchtbar schlecht mit dauerhaftem Kalorienzählen oder Low-Carb etc.-Diäten zurecht kam, habe ich Intervallfasten 16/8 ausprobiert – und es funktioniert richtig gut!! 🙂 Gleichzeitig entspricht es dem „Langsam“-Konzept und es wird schnell teil des Alltags… Was meinst du dazu bzw. Sandra?
    Ich habe übrigens noch einen Tipp an alle, der oftmals übersehen wird, glaube ich: man sollte parallel zum Gewichtsverlust unbedingt auch Entgiften, da der Körper üblicherweise Giftstoffe, etc. in Fettzellen einbettet, um sich so davor zu schützen. Wenn wir nun abnehmen und diese Fettzellen abbauen, werden diese Gifte wieder im Körper frei und sollten ausgeleitet werden.
    Ich drücke dir weiterhin die Daumen auf deinem Weg – Du rockst das!
    Alles Liebe, Karin

    • Liebe Karin, ich danke Dir für Deine Zeilen (Nur den einen Absatz mit Werbung habe ich entfernt). Ich finde es wundervoll, dass Du Deinen Weg gefunden hast. Intervallfasten ist für Menschen mit einer Essstörung eher nicht geeignet, aber wenn es Dein Weg ist, ist es super, dass Du ihn eingeschlagen hast. Trotzdem wird Intervallfasten ein Punkt sein, den ich bei Sandra beim nächsten Treffen mal ansprechen werde. Bin gespannt, was sie sagt, und werde natürlich berichten. 🙂 Alles Liebe, Jana

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