Ihr Lieben,
wenn ich nach einem Festivalwochenende `ne Gesichtsmaske auflegen muss, dann war’s gut. Wenn ich dabei die Arme kaum hochbekomme, weil ich einen Klatsch-Marathon-Muskelkater habe, dann war’s richtig gut. Und wenn die Maske mal so rein gar nicht’s bringt und es mir schnurzpiepegal ist, dann war’s unvergleichlich gut. 

Einfach nur glücklich.

Genau so ein Wochenende durfte ich in den vergangenen drei Tagen beim Zeltfestival Ruhr in Bochum, äh, Witten… nein, doch Bochum erleben. Und als Bato heute nach dem Frühstück in Richtung Paderborn aufgebrochen ist, um neue Songs zu schreiben, war ich einfach nur glücklich. Ne. Nicht, weil er gefahren ist, sondern weil er da war. Und genau das ist eine Sache, die aus diesem Wochenende für mich mitnehme: Dankbarkeit. 

Dankbarkeit.

Es gibt so unglaublich viele Menschen und Momente in meinem Leben, für die ich so unbeschreiblich dankbar sein darf, und während Nicole Staudinger aus ihrem Bestseller „Stehauf-Queen“ gelesen und mich dabei zum Schmunzeln, Weinen und laut Lachen gebracht hat, bin ich mal kurz in meine Vergangenheit getaucht. 

Ich habe überlegt, was alles hinter mir liegt  – damit meine ich weit mehr als die 90 Kilo, die ich verloren habe – und habe es es ziemlich treffend zusammen gefasst: Scheiße, hab’ ich ein Glück, dass ich noch da bin. 

Ich durfte in den vergangenen drei Tagen mit der bezaubernden Julia Engelmann plaudern, mit Johannes Oerding auf sein unglaubliches Konzert anstoßen, mit Thomas Matiszik die Aufregung und mit meinem besten Freund Bato die Vorfreude teilen.

Schluck Wasser.

Als ich am letzten Abend mit Sebastian Fitzek und Kalle, dem Mann meiner Managerin Manu, im Cateringzelt beim Essen saß und wir uns ein bisschen über mein neues Buch, Sebastians Sport- und mein nicht-Sport-Programm unterhalten haben, hat der liebe Stolli einige Bilder geschossen. 

Und was soll ich sagen? Beim Betrachten der (zum Glück aussortierten) Bilder habe ich mich geschämt. Zumindest ein bisschen. Ich strahle über’s ganze Gesicht und freue mich des Lebens, sitze aber viel zu oft da wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Kalle ist Boxtrainer und hätte mich wohl nicht nur einmal gerne „richtig lang“ gemacht.

Wie tot.

Recht hat er. Ja, man sieht mir einfach an, dass ich außer meinen 10.000 Schritten täglich, die ich auch nur dann locker hinbekomme, wenn ich in Berlin mal keinen Schreibtisch-Tag habe, nichts für meinen Körper tue. Ich habe keine Muskeln und dementsprechend auch keine Haltung. Als wir ein paar Stunden später auf dem Weg zum großes Zelt waren, habe ich über Kalles Worte beim Essen nachgedacht.

Wenn Du nur Körpergewicht verlierst,
aber keine Muskeln aufbaust,
siehst Du irgendwann ausmergelt aus.
– Wie tot.

Und das stimmt leider. Ich sehe so viele Bilder von Frauen, die unglaublich viel abgenommen haben, aber einfach nur elendig und krank aussehen. Ich möchte nicht elendig und krank aussehen und ich möchte nicht mehr wie ein Schluck Wasser dasitzen. 

Ich möchte, ohne aus der Puste zu kommen, die Stufen zur Main-Stage hinaufgehen und durch den Vorhang luschern. Verdammt, ich habe doch auch eine innere Haltung, warum hat mein Körper verdammt noch mal keine äußere? Ach ja, das liegt wohl an mir.

Bis zu 150 € pro Jahr für Präventionskurse

Ich habe mal ein bisschen bei meiner pronova BKK auf der Page gestöbert. Neben einem Lauf-Coach gibt es auch ein Bonus-Programm und das sogar als App. Dafür, dass ich mir was Gutes tue, kann ich Punkte sammeln und Prämien kassieren oder mir den Betrag auszahlen lassen. Außerdem beteiligt sich meine Krankenkasse mit bis zu 150 € pro Jahr an den Beiträgen, wenn ich an einem geprüften Präventionskurs teilnehme. 

Ich habe es verdient. 

Ich werde in Zukunft also wohl öfter Muskelkater haben und ich freu’ mich drauf. Und das nicht nur, weil es dann mehr gescheite Fotos von mir gibt, sondern weil ich endlich wieder Lust habe, meinen Körper zu spüren, ihn zu fordern und ihm Gutes zu tun. 

Mein Körper hat es verdient, denn er lässt mich so wundervolle Dinge erleben, dass ich Lachfältchen und lustige Grübchen habe, gegen die keine Maske der Welt hilft. – Ja, ich habe es verdient, denn ich lebe noch.

Eure Jana,
die ganz neugierig ist, wie ihr zu Sport steht? Ist jemand im Verein oder besucht regelmäßig Kurse? Spannend finde ich auch, ob jemand mit online-Videos oder e-coaches trainiert, und ob ihr spezielle Apps empfehlen könnt. Ich freu mich auf Eure Erfahrungen & Empfehlungen und sag’ schon mal Danke. 

P.S.: Und auch wenn ihr – genau wie ich – eine Schissbuxe seid, die sich wie gestern beim Tatort unter der Decke versteckt: Besucht unbedingt eine Lesung von Sebastian, wenn sich die Chance bietet. Ich habe geschmunzelt und gelacht, war gefesselt, gebannt und begeistert. Yepp, das fasst es ganz gut zusammen und mehr will ich auch gar nicht spoilern. 

Sollte so bald keine Lesung in Eurer Nähe sein, nutzt die Chance und geht ins Kino „Abgeschnitten“ kommt am 11. Oktober in die Kinos. 

Autor

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.