Ihr Lieben,
als ich gerade mal wieder beim DM um die Ecke an der Kasse stand, die Alverde einsteckte und dabei zusah, wie Piep für Piep meine Haferflocken, Nudeln, Reis und diverse Nusskernmischungen über den Scanner gingen, hatte ich so’n komisches Gefühl. Da fehlte was – schon ne ganze Weile… und es schien auch nicht wieder zu kommen. 

Seit mich meine Ernährungswissenschaftlerin Sandra von dem Mythos befreit hat, dass Kohlenhydrate abends mehr Kalorien als morgens haben, habe ich nicht nur weitere Kilos, sondern auch das schlechte Gewissen verloren. 

Ich erinnere mich noch genau an unser Gespräch, als wir uns in Leverkusen getroffen haben und ich ihr von Low Carb, Slow Carb, No Carb über Low Fat bis hin zu Paleo all’ meine Diätversuche aufgezählt habe. „Welche Diät ist denn nun langfristig die Beste?“, wollte ich von ihr wissen.

Warum denn nicht von allem etwas? Wir überlegen immer, was kann ich komplett weglassen, was sollte ich denn ausschließlich essen? Aber warum sollten wir auf ein Lebensmittel komplett verzichten, wenn wir nicht grundsätzlich allergisch darauf reagieren? 

Unser Körper benötigt alle drei Lebensmittelgruppen. Die Proteine, die Fette und ja, auch die Kohlenhydrate. Natürlich ist es einfacher, sich komplett von einem Lebensmittel zu verabschieden und darüber gar nicht mehr nachdenken zu müssen. 

Aber will ich das auf Dauer? Kann ich das überhaupt? Jedes dieser Nährstoffe hat eine wichtige Aufgabe in unserem Körper. Warum wollen wir unserem Körper diese Nährstoffe bewusst entziehen und damit unsere Gesundheit auf Dauer schädigen?

war freudestrahlend ihre Antwort und ich zog einen Schmollmund. Damals steckte ich noch so tief in meiner Essstörung, dass ich unbedingt eine Ernährung mit Druck, Zwang und Kontrolle brauchte. Also so ziemlich das Gegenteil von „einfach“. Je komplizierter, desto besser. Dachte ich.

Wie wäre es mit einer ausgewogenen Ernährung? Alle Nährstoffgruppen sind enthalten und dass in ausreichender Menge. Wenn man hier an Fett einspart oder da an Kohlenhydraten, ist das vollkommen o.k. und auch sinnvoll, wenn man sein Gewicht reduzieren will. Aber wenn man das Gewicht dauerhaft und gesund senken möchte, sollte man sich Gedanken machen, wie ich das auch auf Dauer umsetzen kann. Es sollte eine Umstellung der Ernährung erfolgen oder auch in vielen Fällen nur eine Anpassung.

fuhr Sandra weiter fort und inzwischen kann ich das schon ziemlich gut umsetzen. Heute spare ich hier und da Kalorien ein, damit meine Kalorienzufuhr im Vergleich zu meinem Bedarf ein kleines Defizit aufweist, statt ganze Nährstoffgruppen auszugrenzen. Und es klappt. Es klappt sogar richtig gut, und auch wenn sich manchmal die Zweifel melden und der Psychofuck hochkriecht, überzeugt mich die lockerer sitzende Hose. 

Eine ausgewogene Ernährung mit vielen frischen Zutaten, 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag (2x Obst, 3x Gemüse) sollte es sein. Die Kohlenhydrate sollten in der Vollkornvariante (Nudeln, Reis, Brot) aufgenommen werden und auf die Qualität von Fett sollte geachtet werden. „Ausgewogene Ernährung“ ist jetzt nicht der Knaller-Titel für den Buchhandel, so wie „Low Carb“ oder „Paleo“, aber am Ende des Tages ist genau die ausgewogene Ernährung der Weg zum Wohlfühlgewicht.

brachte mich Sandra dann doch noch zum Schmunzeln, als sie meine skeptisch nach oben gezogene Augenbraue sah. Apropos skeptisch. Wer von Euch ebenso skeptisch wie ich ist, kann sich hier auch beim eCoach-Ernährung anmelden und über 15 Wochen ständig mit Infos versorgen lassen. Bist Du auch bei der pronova BKK versichert, bekommst Du sogar noch 500 Bonuspunkte.

Sammeln sie Herzen?

Als mich, die Kassiererin dann fragte, ob ich denn auch Paypackpunkte sammeln würde, hatte ich die Karte schon in der Hand. Wenn es was zum Sammeln gibt, dann bin ich dabei. Bonuspunkte, Paybackpunkte, Treuestempel – So schnell kann niemand fragen, wie ich schon „Ja“ gesagt habe. 

Ich wünsche Euch ein wundervolles Wochenende,
Eure Jana, die sich jetzt schon wie Bolle auf den 15.12. in Unna bei Dortmund freut. Und wehe, das Catering is(s)t Low Carb, Slow Carb oder No Carb. Wer kommt dann mit zur Pizzeria?

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2 Kommentare

  1. Wow mal wieder richtig gut geschrieben und regt echt zum Nachdenken an. Immer wieder mache ich mir Gedanken darf ich das soll ich das jetzt oder verzichte ich darauf und merke wie sehr mich das selber stresst und dann passiert genau das falsche. Danke Jana…. Das es dich gibt

  2. Milla Marelli Antworten

    Man muss in gewisser Hinsicht, irgendwo schon einen Kompromiss eingehen. Aber es stimmt grundsätzlich muss man weder auf Kohlenhydrate noch auf Fett verzichten. Ich denke auch dass eine ausgewogene Ernährung, nachhaltig aufjedenfall am erfolgsversprechensten ist.

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