Ihr kennt mich, ich bin schrecklich ungeduldig. Beim Abnehmen wurde ich Dank Sandra von der pronova BKK und dem lieben Jo-Jo-Effekt bereits eines besseren belehrt. Zum Glück, sonst hätte ich wohl bald doch noch die 200 Kilo-Grenze geknackt.

Es fiel mit nicht leicht, aber ich habe es eingesehen und spüre, die positiven Veränderungen, seit ich nicht mehr den Gewichtsschwankungen von +/- 10 Kilo binnen zwei Wochen ausgesetzt bin. Falsch, 10 Kilo runter und 12 Kilo rauf – so ehrlich muss ich sein.

Langsam = Langfristig?

Okay, bei der Gewichtsreduktion habe ich es gerafft, aber warum ist das auch bei allen anderen Veränderungen im Leben so, dass man hier einen Schritt nach dem anderen setzen sollte, um nicht direkt ins Stolpern zu kommen?

Bereits im letzten Beitrag hat uns Christoph erklärt, warum uns Veränderungen gut tun. Nun geht er für uns darauf ein, warum wir trotzdem nicht direkt unser komplettes Leben umkrempeln sollten. Zumindest nicht von heute auf morgen:

Wir neigen dazu uns zu überfordern. Oftmals ist man von irgendeinem Vortrag, Seminar, Workshop oder auch durch die sozialen Medien inspiriert etwas zu verändern. „Jetzt gebe ich Vollgas“ und „wenn schon, denn schon“, sind meist die ersten Impulse. Und klar, einige schaffen auch sehr viel auf einmal zu verändern, aber eben nur EINIGE!

Die breite Masse ist damit völlig überfordert und wird am Ende die berühmte „Flinte ins Korn werfen“ und in alte Verhaltensmuster verfallen. Daher: „Weniger ist mehr“, um bei den Binsenweisheiten zu bleiben. Der erste Schritt, um überhaupt anzufangen ist dir eine überschaubare Veränderung pro Setting vorzunehmen. Das ist deutlich erfolgsversprechender. Was meine ich mit Setting? Deine unterschiedlichen Alltagssituationen.

Meistens sind es zwei: Beruf und privat. Aber bei dir, Jana, ist es ja gerade beim Thema Beruf auch sehr unterschiedlich. Mal sitzt du den ganzen Tag am Schreibtisch und mal bist du auf Tour und hältst jeden Tag in einer anderen Stadt eine Lesung, liebe Jana. Und ich denke, dass die meisten Deiner Leserinnen und Leser diese Unterschiede in ihren Tagesabläufen ebenso kennen.

Gute Chancen

Daher reicht es wirklich völlig sich für ein Setting eine Veränderung vorzunehmen und diese dann, wie schon im letzten Blog Eintrag empfohlen, 3-6 Monte durchzuhalten. Nur dann besteht eine gute Chance, dass man die Veränderung auch dauerhaft durchhält! Danach darf man sich dann wieder 1-2 Sachen vornehmen.

Klingt wenig? Überhaupt nicht, wenn man folgendes betrachtet:
2 Veränderungen in 3 Monaten
= 8 Veränderungen im Jahr
= 24 Veränderungen in den nächsten 3 Jahren.


Wer in den nächsten 3 Jahren 24 Verhaltensveränderungen umsetzt, der verändert sein Leben nun wirklich dauerhaft für den Rest seines Lebens!

Christoph Ramcke – Motivations-Coach für die pronova BKK

Hm, wenn ich so drüber nachdenke, hat Christoph da schon Recht. Klar, fühlt es sich nach Aufbruch und Neuanfang an, wenn man sich direkt 1000 Dinge vornimmt, aber was nützt es mir, wenn ich mich selbst überfordere und am Ende wieder am Anfang stehe? Nix. Genau.

Ich bin gespannt, welche Ziele ihr Euch vornehmt und wünsche Euch viel Spaß bei der Umsetzung.

Eure Jana, die sich in Geduld übt.

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