Ich möchte mich bei Euch bedanken. Klar, weiß ich, dass das hier mein Blog ist und ich schreiben kann, was ich möchte. Aber es dann auch wirklich zu tun, weil man das Vertrauen hat, verstanden zu werden, ist ein unbeschreibliches Gefühl.

Während ich hier schreibe, denke ich nicht darüber nach, dass meine Zeilen jemals jemand lesen wird. Obwohl, nein, das stimmt nur zum Teil. – Manchmal überlege ich schon, ob da nicht vielleicht zwischendurch doch mal ein Komma eingeschmissen werden könnte. Nur so’n Kleines.

Gestern war es kurz davor, richtig schief zu gehen. Umgeben von leckerstem Catering, bin ich schwach geworden. Wobei „schwach geworden“ gar nicht so das richtige Wort. Es ist schon lange nicht mehr so, dass ich ständig den Druck spüre, mich bis zur Bewusstlosigkeit vollzufressen. Zum Glück sind das nur noch kurze Phasen.

Diese Momente, dass ich mich mit Essen belohne, tröste, beruhige, bestrafe und oft einfach nur quäle, holen mich nur dann ein, wenn ich überfordert bin. Ja, wenn ich Angst habe, einer Aufgabe oder einer Situation nichts gewachsen zu sein. Wie gestern.

Als ich dann meine Gedanken aufgeschrieben habe, um sie mit Euch zu teilen, war es zum 1. Mal, dass ich direkt in diesem emotionalen Ausnahmezustand geschrieben habe. Quasi „live“. Das war schon ein bisschen komisch, da ich mir sonst immer Zeit nehme, um mein Verhalten und meine Gedanken zu reflektieren und zu analysieren.

Aber genau das ist so wundervoll. Ich muss hier vor Euch nichts filtern. Hier kann ich schonungslos ehrlich schreiben und muss mich nicht verstecken oder für meine Gefühle und Rückschläge schämen. Natürlich wäre ich viel lieber ein gutes, starkes Vorbild. Natürlich hätte ich es gerne im Griff und noch viel lieber würde ich Euch die ultimative Lösung verraten.

Ich kann noch gar nicht so ganz in Worte fassen, warum es gestern nur ein bisschen schief gelaufen ist. Gestern war es zum 1. Mal so, dass ich mich stoppen konnte, dass ich meine Energie umlenken konnte. In Euch, in diesen Blog und in meinen besten Freund.

So wurde aus schlechter Energie plötzlich ein Gedankenstriptease und eine Umarmung. Ist das nicht wundervoll?

Ihr Lieben, morgen ist Tourstart im Saarland, deshalb muss ich jetzt wieder rein und weiter lesen, wollte aber diesen besonderen Moment mit Euch teilen und Euch Danke sagen.

Egal, ob mit zu vielen oder zu wenig Kommas. Ihr versteht mich schon. Und manchmal sollte es ebenso egal sein, ob’s mal ein paar Zahlen zu viel oder zu wenig im Calory Guard sind. Die Kommas lassen sich da bei weitem schwieriger ausgleichen als die Kalorien.

Eure Jana

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6 Kommentare

  1. Liebe Jana,

    es ist doch nur Menschlich das wir alle dann und wann den verlockungen die um uns herum sind nicht wieder stehen können.
    Und genau das ist in Ordnung,denn manchmal ist es garnicht unsere Essstörung die uns da einen Streich spielt,manchmal ist es wirklich einfach Lust am Genuss!
    Und dann und wann ist auch das völlig in Ordnung,vielleicht müssen wir einfach aufhören auch immer wieder das ganze allzu negativ zu bewerten.

    Ansonsten freue ich mich sehr für dich das du das ganze so gut für dich aushalten und geschafft hast und ich wünsche dir viel Erfolg beim weiter lesen und auch deinem Tour Start.
    Und ich mag dir etwas nachsichtigkeit mit dir selbst wünschen!

    Liebe grüße,
    Kathi

  2. Tanja Bukowski Antworten

    Ich muss dich jetzt mal zitieren Jana

    „Diese Momente, dass ich mich mit Essen belohne, tröste, beruhige, bestrafe und oft einfach nur quäle, holen mich nur dann ein, wenn ich überfordert bin. Ja, wenn ich Angst habe, einer Aufgabe oder einer Situation nichts gewachsen zu sein. Wie gestern“

    Ich habe echt gedacht du schreibst von mir Jana, ja bei mir ist es auch Angst, Überforderung, Stress. das sind bei mir Situationen wo ich meine Fressattacken bekomme, vo rallem nachts treten die auf. Ich kann sie nicht kontrollieren. Ob es daran liegt das ich zur Ruhe komme weiss ich nicht. Vielleicht können die mir in Köln helfen!
    Mich ärgert nur das ich es weiß und es nicht selber verändern kann!!!

    Du bist echt eine tolle Frau Jana und nun ist es noch ein Monat bis Wuppertal!!

  3. Dominique Maue Antworten

    Ich hoffe du siehst es als genauso großen Fortschritt wie ich, dass du die Kontrolle wiedererlangt hast und es nicht so wie üblich endete. Harte Arbeit zahlt sich aus, auch wenn es Geduld braucht. Ich freue mich riesig für dich.
    Drück Domi

  4. Jenniffer Jenken Antworten

    Süße… du bist ein Riesenvorbild. Das ist man nicht, weil man „perfekt“ ist. Sondern weil man zugeben kann, dass es eben auch schlechte Momente gibt. Und dass man dazu steht… Also: Nimm dir ’nen Schokoriegel (oder einen Apfel 😉 ) und mach‘ weiter so, wie du es in deiner unvergleichlichen Art tust! Wir sehen uns ganz bald :-*

  5. Ich hinterlasse dir einfach mal ein paar liebe Grüße und eine Umarmung gegen Lampenfieber und für oder gegen alle anderen Gefühle 🙂

  6. Pingback: „Ich. – Ich bin mein Problem. Ich ganz allein.“ - Jana Crämer – Blog – Endlich Ich

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