So, nun ist es so weit, dies wird mein 1. Blogeintrag. Nachdem ich nun die komplette Wohnung geputzt, an so ziemlich jeder Hautunreinheit in meinem Gesicht solange rumgeprockelt habe, dass ich morgen garantiert Entzündungen haben werde, ich all meine Quittungen für die Buchhaltung der letzten Monate sortiert und abgeheftet habe und auch die letzte Pflanze in der hintersten Ecke auf braune Blätter kontrolliert habe, kann ich mich nicht länger drücken. Wenn es einen Titel „Heldin der Prokrastination“ geben würde, ich hätte ihn definitiv verdient.

Ich sitze also in meiner 2-Zimmerwohnung in Berlin am Schreibtisch, schaue auf meinen Laptop und knibble unbewusst schon wieder an meiner Backe rum. Es hat irgendwie etwas von einem Anstarr-Duell. Gewinne ich oder doch der weiße Bildschirm vor mir? Da ich mich tatsächlich etwas beobachtet fühle, habe ich grad die Integrierte Kamera grad doch lieber noch zugeklebt. Sicher ist sicher, nun sind wir also wirklich allein.

Wann wird’s zu persönlich?

Wie fängt man so einen Blog an? Darf ich hier alles reinschreiben? Wo ist die Grenze, dass das Ganze vielleicht doch zu privat wird? Gibt es überhaupt eine Grenze? Und wenn ja, ist es vielleicht an der Zeit, diese mal einzureißen und zuzugeben, dass ich ziemlich durcheinander und mit mir und der Welt etwas überfordert bin? Außerdem die extrem wichtige Frage, warum es um Himmels Willen noch kein Rechtschreibprogramm gibt, das mich auf Komma-Fehler hinweist. (Wenn jemand doch eins kennt, meldet Euch bitte.)

Wisst ihr was? Ich werde mir einfach keine Gedanken mehr machen, was geht und was vielleicht doch zu weit geht. Ich werde das Chaos in meinem Kopf mit Euch teilen, ja, ich lade Euch ein in meine Gedanken einzutauchen. Ungeschönt und ehrlich. Und ich hoffe auf Euch, ihr Lieben. Um ganz ehrlich zu sein, zähle ich sogar auf Euch. Auf Eure ungeschulten Meinungen, Eure ehrlichen Antworten, Eure Tipps und bitte nicht nur zum Rechtschreibprogramm.

Und ich werde den Text nun auch nicht noch 3 Mal lesen, bevor ich auf „veröffentlichen“ klicke. Ich werde es jetzt einfach tun.

Fühlt Euch fest gedrückt,
Eure Jana

Autor

2 Kommentare

  1. Ich muss sagen… ich bin baff….beeindruckt….von deinem Mut und deiner schonungslosen Ehrlichkeit….du bist so klasse….und ich bin sehr dankbar, dass du uns teilhaben lässt auf deinem Weg…endlich ich….<3

  2. Pingback: Es ist gut gegangen. Fast. - Jana Crämer – Blog – Endlich Ich

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