Eigentlich hatte ich den Plan, zwischen den Jahren zur Ruhe zu kommen und mir endlich mal Zeit zu nehmen, um mich von meinem Vater zu verabschieden. Ich wollte die Tränen weinen, die ich seit dem 08.08.2008 runterschlucke. Oder – wie mein Psycho-Doc sagen würde: „Frau Crämer, Sie haben einen uneindeutigen Verlust erlitten. Ihr Vater ist noch präsent, obwohl er gestorben ist. Nehmen Sie sich die Zeit, ihn loszulassen.“

Gesagt, getan – dachte ich zumindest. OK, allein die Tatsache, dass ich mir für’s Trauern ein genaues Zeitfenster vom 16.12. bis zum 07.01. gesetzt hatte, hätte mir schon zu denken geben müssen…

Während ich also dagesessen und quasi drauf gewartet habe, dass ich doch jetzt endlich mal anfange zu trauern, habe ich Löcher in die Decke gestarrt und über all das nachgedacht, was ich meinem Vater gerne noch gesagt hätte, was ich ihm vorgeworfen und ja, auch, wofür ich mich gerne entschuldigt hätte.

Eine schlechte Tochter

Die Gedanken waren da, die Trauer nicht. Stattdessen kamen Wut, Verzweiflung uns Hass hoch. Nein, nicht gegen meinen Vater, sondern gegen mich. Was für eine schlechte Tochter war ich eigentlich, dass ich nichtmal vernünftig um meinen Vater trauern konnte?! Und mit den Gefühlen kam auch wieder diese innere Anspannung… Und mit der Anspannung die unstillbare Gier nach Essen. 

Auf Knopfdruck Abschied zu nehmen, funktionierte schonmal nicht. Zumindest nicht, ohne einen Fressflash und das wollte ich auf keinen Fall. Aber etwas anderes funktionierte auf Knopfdruck: Mein Computer. Ich habe es in diesem Moment geschafft, auszusteigen, meinen längst im Kopf geschriebenen Einkaufszettel für den Fressflash gedanklich zu zerknüllen, und mich auf mein zweites Vorhaben zu stürzen.

Eine neue Chance

Dass dieses Vorhaben mit Tränen und Erleichterung endete, hätte ich nie gedacht, aber es kam eh alles ganz anders als geplant. Da „Das Mädchen aus der 1. Reihe“ überall ausverkauft ist, habe ich die Chance bekommen, es nochmal für den Druck zu überarbeiten. Eigentlich wollte ich es auch einfach nur hier und da etwas kürzen und ein paar Rechtschreibfehler korrigieren… Aber je tiefer ich Seite für Seite in meine Fressanfälle, Psycho-Gedanken-Spiralen und Erinnerungen getaucht bin, desto schwieriger wurde es für mich, das so stehen zu lassen.

Hatte dieses Buch in der Originalfassung wirklich die Leser-Rezensionen von „schonungslos ehrlich“ über „Endlich verstehe ich mein Problem“ bis hin zu „Es hat mein Leben verändert“ verdient?! Was ich da geschrieben hatte, war doch harmlos… zumindest aus meiner heutigen Sicht. Vielleicht hatte ich bei der Erstauflage noch nicht den Mut, vielleicht konnte ich es damals noch nicht so erkennen, vielleicht habe ich es mir aber auch einfach nur selbst schön geredet… aber so wie es da stand, ist es nicht gewesen. 

Update 30. Januar 2019: Seit heute ist es endlich vorbestellbar.
Das Mädchen aus der 1. Reihe (Taschenbuch)
ASIN: 3957512972
ISBN-13: 978-3957512970
Verlag: hockebooks
Auflage: Überarbeitete Neuausgabe
Veröffentlichungsdatum: 11. März 2019
—> Bei Amazon vorbestellen: https://amzn.to/2DHkdWy

Es war an der Zeit – Es musste raus.

Weder mein abscheuliches Verhalten gegenüber meiner Mutter, noch die schrecklichen Nächte mit meinem volltrunkenen Vater oder mein Alltag zwischen Hungern, Fressen und Kotzen. Und ja, auch die Wochenenden bei den Konzerten waren nicht so harmlos und harmonisch, wie ich sie in „Das Mädchen aus der 1. Reihe“ beschrieben habe. Weißgott nicht.

Stimmt, eigentlich wollte ich nur ein bisschen was ändern, aber dann bin ich genau dahin gegangen, wo es richtig weh getan hat. – Bis ich irgendwann heulend vor’m Rechner gesessen habe. Aber statt mich einem Fressflash hinzugeben, habe ich immer weiter geschrieben und all das rausgelassen, was mir viel zu lange die Kehle zugeschnürt hat.

Pommes mit Fritessaus`

Pläne sind manchmal wohl wirklich nur dazu da, um über den Haufen geworfen zu werden – Und Umwege führen auch ans Ziel. Mich wird das Trauern um meinen Vater mit ziemlicher Sicherheit ans Meer führen. Ans Ufer, wo wir früher immer zusammen „Schiffe gucken“ gefahren sind. Und ich werde mich mit einer großen Tüte Pommes mit Fritessaus` in der Hand von ihm verabschieden, denn das mit dem Essen klappt inzwischen schon ganz gut. Na ja, zumindest an den meisten Tagen.

Danke, dass ihr auch diesen (Um-)Weg mit mir geht. Euch an meiner Seite zu wissen, gibt mir ein Gefühl von „Wir schaffen das“. War von Euch vielleicht auch schon mal jemand in der Situation, Abschied nehmen zu müssen, obwohl vieles noch unausgesprochen war? Ganz gleich, ob Partnerschaft, Freundschaft oder Familie… Ich freu‘ mich über Eure Gedanken und möchte Euch diese musikalische Umarmung schenken. Eure Jana

Autor

11 Kommentare

  1. Ja Jana das kenne ich ,mein Vater ist am 2.2.2011 an Bauchschpeicheldrüsenkrebs gestorben.Ich konnte mich nicht mal von ihm verabschieden das ging alles so schnell von der Diagnose bis zum Tag an dem er gestorben ist waren drei Monate vergangen.In dieser Zeit meinte das Schicksal es nicht gut mit mir, da ich etliche schwere Entscheidungen zu treffen hatte und mir eigentlich nie Zeit zum verschnaufen blieb und ich bis heute das Gefühl habe das ich nur noch Funktioniere.Und wenn dann die sogenannten „Freunde und Familie“ einen auch noch Steine in den Weg legen ist es doppelt so schwehr wenn mann dann mit allem alleine da steht.Lg Nadine

    • Liebe Nadine, das zu hören tut mir sehr leid. ich wünsche Dir, dass Du wieder an den Punkt kommst, das Leben zu genießen. Dein Vater würde es sich ganz bestimmt für Dich wünschen. Liebe Grüße, Jana

  2. Liebe Jana!
    Es ist irgendwie komisch, ich finde mich in Deinem neuen Blog eintrag total wieder.
    Bei mir war das allerdings etwas anders. Mein Papa ( der mit Deinem ziemlich ähnlichkeit hatte, zumindest was den Alkohol anbelangt) hat sich am 01. 02.2016 still und heimlich von dieser Welt gemacht. Er war nicht stebenskrank oder so, hatte durch den übermäßigen Alkoholgenuss und den vielen Stress auf der Arbeit , seit den neunzigern eine Entzündete Bauchspeicheldrüsenentzündung und dadruch Diabetes, aber ansonsten war das nix, was so schnell zum Tode hätte führen können. Ich muß dazu sagen, das mein Papa seit seiner Bauspreicheldrüsenerkrankung das Bier nur noch in Massen angerührt hat.
    Jedenfalls ist er friedlich im Schlaf gestorben. Als meine Mama an dem Morgen an rief, habe ich kurz geweint und dann nur funktionier.
    Ich habe quasi die ganze Beerdigung und Trauerfeier organisiert, habe mich danach um meine Mama gekümmert und bin selber auf der Strecke geblieben.
    Zeit zum Trauern hatte ich nicht wirklich.
    Ich bin irgendwann im September dann zusammengebrochen . Nach einem Besuch bei meiner Hausärztin, gab es dann ein leichtes Antidepressiva. Was auch erst mal geholfen hat.
    Dann kam eine weitere schwierige Zeit für mich, meine an Brustkrebs erkrankte Freundin musste ins Krankenhaus und wir haben ihren damals fast 12 jährigen Sohn bei uns aufgenommen. Dann folgte eine noch schwierigere Zeit, denn meine Freundin kämpfte wie ein Löwin um ihr Leben, hat den Kampf aber leider am 02. Juli 2017 verloren.
    In dieser Zeit habe ich mich nicht nur um ihren Sohn gekümmert sondern auch um sie.
    Da blieb auch keine Zeit um meinen Papa mal wirklich zu betrauern.
    Es folgte Beerdigung und Wohnungsauflösung bei meiner Freundin und ihr Sohn, der mittlerweile unser Pflegekind geworden ist, musste auch aufgefangen werden.
    Aber ich kann Dir sagen, ich habe Abschied genommen.
    Ich war letztes Jahr in Mutter-Kind-Kur auf Borkum ( die Nordseeinseln sind ja eh mein Steckenpferd. Mein Papa hat mir die Liebe zu Wangerooge vererbt und da fahren mein Man und ich seit 10 Jahren hin und auch unser Sohn liebt die Insel schon), jedenfalls habe ich da an einer Trauergruppe teilgenommen. Wir waren 4 unterschiedliche Mütter, die ihre Geschichte hatten. Wir haben viel über dir Verstorbenen gesprochen, was sehr emotional war. An einem der letzten Tage, haben wir nach Musik auf einem Blatt gemalt und gute Wünsche drauf geschrieben. Dieses Blatt haben wir zu einem Schiff gefaltet und sind dann an den Strand gegangen, haben die guten Wünsche oder das was man loswerden wollte noch mal für sich formuliert und dann haben wir die Schiffe ins Meer gesetzt.
    Ich kann Dir sagen, ich habe auf diese weise Abschied nehmen können. Seit dem bin ich mit meinem Papa , meiner Freundin und mir im reinen.
    Was ich außerdem mache, auch wenn es sich komisch anhört. Wenn wir auf Wangeroooge sind, gehe ich immer „Spazierendenken“. Das heißt, das ich alleine am Strand spaziere und mit meinem Papa ein Zwiegespräch halte. Das mache ich komischer weise nur da, weil ich mich da am engsten mit ihm verbunden fühle.
    Es ist bestimmt eine gute Idee, wenn Du ans Meer fährst um von Deinem Papa Abschied zu nehmen.

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und Viel Glück für alles was noch kommt!
    Liebe Grüße
    Ute

    • Liebe Ute, ich bin Dir sehr dankbar, dass Du uns an Deinen Gedanken so intensiv teilhaben lässt und es tut mir sehr leid, was Du erleben musstest. Aber… Du hast es verKRAFTet und darauf kannst Du sehr, sehr stolz sein. Die Idee mit dem Papierschiffchen ist ganz wundervoll – Danke Dir, liebe Ute. Ich umarme Dich, Deine Jana

  3. Liebe Jana… Auch ich habe viele Verluste erlebt und der schlimmste war der Tod meiner Mama am 26.8.2004 ich konnte mich nicht verabschieden. Sie hatte Brustkrebs. Drei Wochen vor ihrem Tod habe ich sie das letzte Mal gesehen und gehört. Ich bin zur Zeit auf Kur und habe viele Tipps bekommen wie ich diese Zeit aufarbeiten kann.
    Ich werde es versuchen und denke das ich jetzt stark genug bin um damit besser und leichter damit klar zu kommen.
    Nora

    • Liebe Nora, oh ja, das bist Du. Eine sehr, sehr starke Frau. Und ich freue mich schon jetzt, Dich mal wieder bei einem unserer Auftritte zu treffen, um zu hören, wie es Dir geht. Liebe Grüße, Jana

  4. Hey ?, es ist gerade irgendwie komisch deinen Blockbeitrag zu lesen.
    Mein Vater ist erst letztes Jahr im September verstorben. Den Todestag habe ich geweint und könnte gerade, wo ich hier schreibe wieder weinen. Am Tag danach ging es dann mit „ich funktioniere“ weiter. Mein Vater hat mich mit meiner Mutter alleine gelassen. Meine Mutter und ich verstehen uns nicht besonders. Hängt damit zusammen, dass sie ein Alkoholiker ist. Zwar trocken, aber Alkoholiker. Meine Kindheit war alles anderes als schön. Nur Aggressivität und…
    Nun hat meine Mutter halt auch ihre Quittungen für das jahrelange saufen bekommen und ist auf Hilfe anderer Personen angewiesen. Mein Vater hat alles für sie gemacht, weil sie auch in vielen Angelegenheiten gar nicht in der Lage war / ist. Nun habe ich den Part übernommen.
    Mein Vater war immer der Puffer zwischen uns beiden. So manches Mal wollte ich ihr die Meinung geigen, aber er hat es angefangen.
    Und nun ist er tot, weg, nicht mehr da.
    Von dem Schweregrad seiner Krankheit habe ich erst im Krankenhaus erfahren, als ich ihn zum Sterben dorthin gebracht habe. Er hatte keinen Ton gesagt. Alles mit sich alleine ausgemacht. Auch meine Mutter wusste nichts.
    Er schaute mich nur erstaunt an, dass ich es doch erfahren habe. Seine Reaktion war darauf, dass wir ja alle irgendwann sterben würden.
    Ich habe ihn jeden Tag im Krankenhaus besucht. Es war schwer ihn so zu sehen, aber ich musste begleiten. Als er im Hospiz eingeliefert wurde, wusste ich, dass er da in guten Händen war und ich mir ein Tag Auszeit nehmen konnte. Dann auf einem sonnigen Sonntag um 12.05 Uhr bei seinem Lieblingssport im Fernsehen ist er eingeschlafen. Ich war nicht dabei. Ich wurde telefonisch nur informiert. Nach diesem Tag habe ich nur noch funktioniert und nicht wirklich getrauert. Vielleicht habe ich es schon oder wenn ich alles für meine Mutter abgewickelt habe, damit sie für sich ein vernünftiges selbstständiges Leben führen kann, werde ich vielleicht trauern können. Aber so wirklich weiß man es nicht. Jeder geht damit anders um.
    Ich weiß auf jeden Fall, dass ich jederzeit zu meiner besten Freundin gehen kann und mit ihr reden kann.
    Warum ich das nun hier schreibe, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht wirklich. Aber es tut auch immer wieder gut drüber zu reden.

    Die Zeit zum trauern kommt von alleine und dann muss man sie zulassen. M
    Manchmal auch zu einer unpassenden Zeit.

    Liebe Grüße Sabrina.

    • Liebe Sabrina, Danke, dass Du Deine Geschichte mit uns teilst und genau das ansprichst, was viele nicht mit Worten beschreiben können… Wir „funktionieren“. Ja, so ergeht es wohl vielen. Mein Dad und ich hatten einen gemeinsamen Lieblingssport: Eishockey. Vielleicht gehe ich mal wieder zu einem Spiel. 🙂 Ich danke Dir, Liebe Grüße, Jana

  5. Wenn ich euch lese wird mir wieder klar dass es ein Seegen war, dass ich die Chance hatte ihm zu sagen, dass er in Frieden gehen kann.

  6. Ich habe kurz nach de, Tod meines Vaters geschrieben, wie es war ihn in Frieden gehen lassen zu können. Ich möchte es mit euch teilen, weil es euch vieleicht hilft, es waren keine Worte notwendig. Es war nur wichtig, dass von meiner Seite nichts mehr zwischen uns stand.

    In Frieden gehen:
    Ich sitze am Fußende deines Bettes und beobachtet wie deine Brust sich hebt und senkt. Das Morphium schenkt dir einen schmerzfreien und tiefen Schlaf. Ich lasse meine Gedanken wandern und lächle.
    Der Kreis schließt sich. So hast du vor 48 Jahren an meinem Bett gesessen und meinen Atemzügen gelauscht. Ich habe mich damals ins Leben gekämpft, du kämpfst um ein paar letzte Stunden. Du möchtest uns noch so viel sagen, doch das musst du nicht, zumindest nicht mir. Du hast alles gesagt, was ich gebraucht habe.
    „Mein Mädchen, ich habe dich lieb.“
    Gefühle waren in unserer Familie immer ein Zeichen von Schwäche. Der Kopf entscheidet, die Leistung zählt. Doch an dem Punkt, an dem das alles nicht mehr zählt, bleibt das: ‚Ich hab dich lieb.‘ .
    Du hast uns alle zusammen gerufen, um uns um Vergebung zu bitten. Vergebung für das, was du getan oder unterlassen hast. Als die anderen da waren, konnte ich nichts sagen, weil ich keine Worte habe und auch jetzt bleibe ich stumm. Nur in Gedanken rede ich mit dir.
    Ich habe dir lange vorgeworfen, dass du mich abgelehnt hast, als ich zur Frau wurde. Ich wollte zu meinem Papa auf den Schoß und schmusen. Du hast mir gesagt, dass ich dafür zu alt bin, dass es sich nicht gehört. Du hast meinen Kopf gestreichelt und mich ins Bett geschickt. Ich habe meinen Papa gesucht und einen Vater gefunden. Ich fühlte mich so alleine. Abgelehnt. Ich wollte keine Frau werden, ich wollte deine kleine Tochter bleiben. Vor ein paar Tagen hast mich in den Arm genommen und mir gesagt.
    „Du bist zu sehr wie ich, du machst zu viel mit dem Kopf.“
    In dem Moment ist mir klar geworden, dass du mich damals vielleicht auch in den Arm nehmen wolltest, doch es nicht konntest, weil du in der damaligen Zeit gefangen warst. Eine Zeit, in der es auf der einen Seite schon Missbrauch war, wenn ein Vater seine Tochter geküsst hat, und auf der anderen Seite die Linksliberalen propagiert haben, das auch kleine Mädchen ein sexuelles Bedürfnis haben. Ich weiß jetzt, dass du mich beschützen wolltest, auch vor dir.
    Es wird noch eine Zeit dauern, bis ich in dem kleinen Mädchen die junge Frau sehe, die Andere und vielleicht auch du gesehen haben. Doch die Wut ist weg, sie ist Traurigkeit gewichen. Traurigkeit darüber, dass du erst im Sterben liegen muss, um die Wunde in mir zu heilen.
    Ich spüre wie eine Träne über mein Gesicht läuft und ich schäme mich ihr nicht. Du bist mein Vater und ich bin von dir geliebt. Ich kann dich in Frieden gehen lassen.
    Ich nehme dich in den Arm und gebe dir einen Kuss auf die Wange. „Zwischen uns steht nichts, du kannst in Frieden gehen.“ Ich bleibe noch in der Tür stehen und sehe dir beim Schlafen zu. In meinen Gedanken formt sich der Satz. ‚Du bist mein Papa und ich habe dich lieb.‘ Ich weiß nicht, ob ich das schaffe, es dir zu sagen, doch wenn du morgen noch da bist, will ich es versuchen.
    Ich spüre die Unruhe in mir und drehe mich noch einmal zu dir um. Du hast nicht gewollt, dass etwas zwischen uns ungesagt bleibt. Ich erfülle dir deinen letzten Wunsch und gehe noch einmal zu dir. Du bist unruhig und ich nehme dich in den Arm und halte dich fest.
    „Du bist mein Papa, ich habe dich lieb.“ Du lächelst und ich spüre, dass du mich verstanden hast, mit Kopf und Herz.
    Jetzt kann ich in Frieden nach Hause fahren und du kannst in Frieden gehen

    • Wundervoll, dass Du Deine Gedanken und Gefühle so in Worte fassen konntest – Herz und Verstand. Ich drück Dich. Liebe Grüße, Jana

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