Ihr Lieben,
als ich diesen Blog begonnen habe, hätte ich nie zu hoffen gewagt, dass wir so eine starke Gemeinschaft werden, uns gegenseitig unterstützen, immer wieder gegenseitig aufbauen, zur Seite stehen und Erfolge feiern. Dass mich in den vergangenen Tagen wieder so viele Fragen erreicht haben, hat mich echt überwältigt.

Frage: Ist „Das Mädchen aus der 1. Reihe“ überall ausverkauft, Jana?

Antwort: Nein, nicht mehr. Es ist wieder erhältlich. Dass meine Geschichte so vielen da draußen hilft… und nicht nur Mut, Hoffnung, sondern auch Verständnis schenkt, hat mich ehrlich gesagt völlig überrumpelt. Dass es dann überall restlos ausverkauft war, noch mehr. Umso glücklicher bin ich, dass es ab sofort in der unzensierten Ausgabe bestellbar ist.

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Frage: Jana, isst Du das alles wirklich auf?

Antwort: Yepp, ich fotografiere alles. Eine zeitlang habe ich die Bilder sogar gepostet, dass sie dauerhaft in meiner Chronik zu sehen waren, aber das hat mich zu viel Zeit gekostet und war auch eher langweilig, da ich oft das gleiche esse.

Aber was ich jetzt täglich bei Instagram & Facebook in den Stories zeige, esse ich wirklich immer komplett auf. Ich weiß, dass es sehr große Portionen sind, aber da mein Magen durch die vielen Fressanfälle kein Hungergefühl oder „ich bin satt“ kennt, darf’s für mich gerne noch etwas mehr sein.

Frage: Warum nimmst Du trotzdem so gut ab?

Antwort: 1. Ich esse die richtigen Sachen 2. Ich esse ausreichend 3. Ich esse eine ausgewogene Kombination aus Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß. – Sobald meine Ernährungswissenschaftlerin Sandra wieder gesund ist, werden wir mit den Blogbeiträgen zum Abnehmen richtig loslegen und dann wird uns Sandra genau erklären, warum das so gut funktioniert.

Frage: Ist Dein Blog echt kostenlos und bleibt das so?

Antwort: Auf jeden Fall. Wie ich abnehme, was bei meiner Therapie passiert usw. werde ich Euch hier auf dem Blog 100% kostenlos, ohne Produkte oder sonstigen Firlefanz erklären. Versprochen. Mit unserem Leid sollten keine Produkte oder Abnehmprogramme bezahlt werden. Wenn ihr auch Fragen habt, gerne her damit: fragen@endlich-ich.blog Wir sammeln sie, bis Sandra wieder fit ist.

Frage: Stimmt es, dass ihr über 70 Auftritte im Jahr habt?

Antwort: Ja, Bato und ich sind pro Jahr allein schon an etwa 50 Schulen zu Gast, um meine Geschichte mit seiner Musik in Konzert-Lesungen „Batomae & Das Mädchen aus der 1. Reihe“ vor je bis zu 500 Schülern ab der 8. Klasse verschmelzen zu lassen. Schulen haben die Chance, uns für Konzert-Lesungen zu gewinnen. Wie genau das Ganze funktioniert, erfahrt ihr hier: —> Bauchgefühl

Dazu kommen dann noch die Batomae-Konzerte und unsere Konzert-Lesungen in ganz Deutschland. Wenn Du also Veranstalter bist, freuen wir uns, wenn Du Dich für alle Fragen rund ums Booking an Contra Promotion GmbH wendest. —> Dein Ansprechpartner ist Thomas Matiszik. Mail: tm@contrapromotion.com / Telefon: +49-234-96292-0

Frage: Stimmt es, dass Du sehr viel Sport machst?

Antwort: Es gibt erstaunlich viele Gerüchte über ich, und von diesem wünschte ich mir sogar wirklich, dass es wahr wäre. Leider ist eher das Gegenteil der Fall. Es gab eine Zeit, da bin ich jeden Tag mindestens 10.000 Schritte gelaufen, aber ich bin dummerweise so ein ganz oder gar nicht – Typ. Als wir auf Tour waren und ich es nicht mehr so leicht in meinen Tag integrieren konnte, habe ich aufgehört. Komplett. Aber ich merke, dass es mir mit Bewegung viel besser ging.

Frage: Bist Du vor Interviews und TV-Dreh’s noch aufgeregt?

Antwort: Um ganz ehrlich zu sein, bin ich eher vor den Ausstrahlungen aufgeregt. Die fertigen Beiträge bekomme ich ja vorher nie zu sehen und ich bin immer gespannt, ob mich der Redakteur ehrlich zeigt oder das gefilmte Material so zusammenschneidet, dass ich… nennen wir es mal „anders“ rüber komme.

Ich hoffe einfach immer auf das Beste und ganz ehrlich? Solange jeder Film, jedes Interview und jeder TV Beitrag wachrüttelt, dass Essen eine verdammt schwierige Sache sein kann, ist es mir das Risiko wert, auch mal als blöd, dumm, arrogant, naiv oder sonst was dargestellt zu werden.

Frage: Stimmt es, dass Du für Deine Nacktfotos beleidigt wurdest?

Antwort: Oh ja, und wie. Da kamen Nachrichten, die mir wirklich die Tränen in die Augen getrieben haben. Ich hatte mich drauf eingestellt, dass es böse Nachrichten geben könnte, aber dass es so schlimm werden würde, hatte ich nicht erwartet. Blogbeitrag: „Sie sollten Dich vergewaltigen“

Frage: Gibt es die „Schweigen ändert nichts“ – Gruppe wirklich? 

Antwort: Ja, die Gruppe gibt es wirklich bei Facebook, aber es ist eine geschlossene Gruppe mit Regeln & Schutz für die Mitglieder. Wenn Du in unsere Gruppe aufgenommen werden möchtest, kannst Du Dich sehr gerne hier melden.

Frage: Stimmt es, dass Du noch Rückfälle hast?

Antwort: Ich würde es gar nicht als Rückfälle bezeichnen. Es gibt Tage, die laufen einfach komplett schief. Solche Scheißtage an denen ich hungere, fresse, kotze oder „clean“ esse, alles Gramm genau abwiege oder mal wieder low carb, slow carb – no carb esse, gibt es noch. Manchmal sind es sogar Wochen. Klar, diese Phasen nerven mich, aber sie werden immer weniger und an den allermeisten Tagen fühle ich mich schon gesund… zumindest in Gedanken.

Frage: Ist das Mädchen auf deinem Buchcover nicht zu dünn, um an Binge-Eating zu leiden?

Antwort: Nein, denn tatsächlich haben wir ein echtes Foto von mir als Vorlage genutzt. Ich finde es falsch, Bingeeating, Magersucht und Bulimie immer direkt mit einem so-muss-es-aussehen Körper-Bild zu koppeln. Ich hatte meine Hunger-Phasen und ich hatte meine Fress-Phasen, ich war normalgewichtig und ich war maßlos übergewichtig.

Ich finde einfach, dass man Essstörungen nicht in Schubladen stecken darf, und nur, weil jemand optisch „unauffällig“ ist, heißt es noch lange nicht, dass es seiner Seele gut geht. Dieses alte Bild von mir – ich war da wohl irgendwas um die Zwanzig – schenkt mir ein Lächeln, da es mich an einen wertvollen Moment erinnert.

Frage: Wiegst Du Dich noch täglich?

Antwort: Nein, ich wiege mich fast gar nicht mehr. Ich glaube sogar, dass ich die Waage beim Umzug vergessen habe. Das war nur so eine Phase von mir. Ich fand es spannend, von wie vielen nicht beeinflussbaren Faktoren mein Gewicht abhängt. Aber irgendwann hat es mich genervt, immer 10 Minuten früher aufzustehen, nur um ein Foto zu machen, es mit Text, Infos und Hashtags zu versehen und dann online zu stellen. Da schlaf ich lieber länger.

Frage: Jana, ich möchte nichts Wichtiges verpassen, gibt es einen Newsletter?

Antwort: Ja, den gibt es, aber ich verschicke den Newsletter wirklich nur bei größeren Ankündigungen – und nicht jedesmal, wenn ein neuer Blogbeitrag online geht. Wenn Du mir aber bei Instagram oder Facebook folgst, verpasst Du absolut gar nichts, denn dort sage ich sofort Bescheid, wenn wieder ein neuer Beitrag online ist. Und hier kannst Du Dich sehr gerne  kostenlos für den Newsletter anmelden: „Newsletter“

Ihr Lieben,
ich kann mich nur wiederholen. Dass ihr mich auf dem Weg begleitet, unser Musikvideo zu „Unvergleichlich“ in den sozialen Netzwerken mit so rührenden und bewegenden Worten teilt, macht mich stolz und glücklich. Ihr bestellt mein Buch so fleißig vor, dass es sogar in den Bestsellerlisten auftaucht. Das ist der absolute Wahnsinn. – Vielen, vielen Dank. Wir sind viele und wir können etwas bewegen, denn übergewichtig zu sein, hat nur sehr selten mit mangelnder Disziplin zu tun – uns zu verurteilen, ist ein Armutszeugnis. Ja, wir treten dem Tabu gemeinsam in den Hintern und zwar mit Anlauf.

Eure Jana

Foto: Das Bild von mir im Spagat ist bei einem Shooting mit Ben Wolf entstanden.

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14 Kommentare

  1. Liebe Jana,
    Ich bin heute auf Deinen Blog gestoßen, da ich von Dir in unserer Fernsehzeitung gelesen habe..Die Fernsehdoku “Planet der Dicken 2019“, in dem wohl über Dich berichtet wurde, hatte ich verpasst. Ich kannte weder Dich noch Bato, aber war sofort begeistert von Deinem Blog und hab gleich Dein Buch vorbestellt. Ich sah mir das Video von “Unvergleichlich“ an und mir kamen die Tränen…Ich hatte zwar bis jetzt“nur“ ein Höchstgewicht von 105 Kg und hatte auch nie Bulimie oder richtige Binge-Eating-Anfälle, bin aber schon länger am Kämpfen mit dem Abnehmen und kenne diese Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexe. Als ich Dich in dem Video sah und auch auf Deinen Fotos konnte ich mich so gut in Dich hineinversetzen und es hat mich sehr berührt. Danke für alles, was Du und Bato macht, auch das Ihr in Schulen geht und alles, ich finde das unheimlich toll und bewundernswert und werde jetzt öfters Deinen Blog lesen!

    • So liebe Worte – ich danke Dir sehr. ich glaube, dass Du den Film bald in der Mediathek (TVNow) anschauen kannst. Vielleicht schaffst Du es ja mal, bei der Akustiktour vorbei zu schauen, ich würde mich freuen, Dich kennen zu lernen. Liebe Grüße, Jana

  2. Heidrun Fischer Antworten

    Liebe Jana,
    Ich habe Dich bei Vox zum ersten Mal gesehen und du hast mich zu Tränen gerührt…wahrscheinlich hörst Du das öfter, aber Du sprichst mir so aus der Seele wie niemand sonst. Ich bin 33. Mit 16 war ich magersüchtig, seit meinen frühen 20ern abgelöst von Bulimie. NIEMAND weiß davon. Also die Magersucht konnte man schlecht verstecken, aber seit 15 Jahren glaubt alle Welt, ich hätte die Kurve gekriegt…natürlich. nicht.
    Du bist der erste Mensch, der mich ernsthaft berührt hat und mich nachdenken lässt, mir endlich Hilfe zu suchen. In all den Jahren habe ich NIE ernsthaft in Erwägung gezogen, genau das zu tun. Liebe Jana….,.dass Du in einem kurzem Beitrag in irgendeiner Doku schaffst, was in so vielen Jahren niemand erreicht hat..dass Du die Worte findest, die ins Herz treffen. Dein Mut, vor dem ich mich verneige. Weil Du verstehst..allein das macht Dich so besonders. Ich wünsche mir so sehr, dass ich schaffe waa du geschafft hast. Danke. Für alles, was Du tust! H.

    • Puh, wie kann ich auf Deine Worte reagieren, liebe Heidrun? Was kann ich schreiben, um auszudrücken, wie viel sie mir bedeuten? Ich danke Dir von Herzen und wünsche Dir das Allerbeste. Hoffentlich lernen wir uns mal persönlich kennen, darüber würde ich mich freuen. Liebe Grüße, Jana

  3. Liebe Jana,
    jetzt reicht es mir! Ich habe mehrmals versucht, dir ein paar Zeilen zu schreiben. Und bin jedes Mal an der gefühlten Nichtigkeit meiner Worte gescheitert. Zudem konnte ich eine Tränenflut nicht unterdrücken. Ohne wasserfeste Mascara hat mir das den natürlichen Look eines Waschbären verliehen. Dir zu schreiben endet scheinbar in einem orthographischen und ästhetischen Desaster.
    Daher fasse ich mich kurz:
    Deine Worte im Vox-Beitrag haben mich in einen Tränen-Springbrunnen verwandelt. So vieles kam mir vertraut vor. So viel Schmerz kam hoch. Dich so physisch und psychisch zu entblößen braucht viel Kraft und Mut. Respekt davor.
    Und vor allen Dingen beneide ich dich unendlich um deinen Batomaeo. Ihr habt ein sehr besonderes Miteinander. Leider hat sich „mein Bato“ als ein nicht so besonderer Mann erwiesen. Haltet aneinander fest.
    Für die Zukunft wünsche ich Dir alles was mir verwehrt geblieben ist: Gesundheit, Glück und Liebe.
    Alles, alles Gute.
    So, und nun wende ich mich wieder oberflächlichen Dingen zu. Shoppen. Am Besten etwas das glitzert.

    • Wow, Deine Worte rühren mich. Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, mir zu schreiben. Ich wünsche Dir nur das Beste und dass Du Deinen Bato findest. Liebe Grüße, Jana … P.S.: Etwas, das glitzert? Wir sind wohl seelenverwandt.

      • Liebe Jana,
        habe vergessen zu erwähnen: chirurgische Maßnahmen zur ästhetischen Wiederherstellung sind teuer, schmerzhaft und sehr belastend. Nach über 6 OP´s in zehn Jahren mag ich meinem Körper keinen Deut mehr als zuvor. Mein plastischer Chirurg verzweifelt an mir. Dabei wollte ich doch nur aussehen, wie eine junge, griechische Göttin… Ist das zu viel verlangt? Also echt jetzt!
        Überleg dir gut, was du von einer OP erwartest, bevor du was machen lässt.
        Alles Gute.
        P.S. Ohne Glitzer und pink ist alles so sinnlos. Bin nächste Woche beim Tätowierer. Narben überstechen. Ich werde ihn nach Glitzertinte für Tattoos fragen!

  4. Hallo Jana,
    Dein Blog ist sehr rührend und auch ich hatte immer Probleme, die richtige Ernährung zu finden, weil wie man es halt kennt, was ungesund ist schmeckt halt einfach gut. Auch das zeigen in der Öffentlichkeit ist somit ein großes Problem, weil man sich einfach schämt seinen Körper zu zeigen und hofft nicht gesehen zu werden.

    • Liebe Sandra, danke für Deine Worte. Die Werbung habe ich allerdings entfernt. Liebe Grüße, Jana

  5. Hallo Jana,
    so sehr es mich für dich auch freut, dass dein Buch ausverkauft ist, und wie sehr ich auf das neue Buch freue, so traurig macht mich, dass es das andere nicht mehr gibt. Ich habe es 3 mal gekauft und 3 mal weiter gegeben, natürlich ohne das ich es zurück bekommen habe. Der Wechsel zwischen einem normalen Schwärmen für eine Band und den Abstürzen der Seele hat es für mich zum Idealen Buch für Jugendliche und junge Erwachsene gemacht, die ich mit meinen Worten nicht erreichen konnte. Ich war zu abgehoben, zu Kopflastig. Doch du hast einen Weg gefunden sie zu erreichen wo ich es nicht mehr kann. In ihrem Herzen und ihren Gefühlen. Ich hoffe, dass dein neues Buch sie auch erreicht, mich wird es das, denn ich habe schon vorbestellt.

  6. Hallo Jana
    Habe Dich in der Dok gesehen, deine Aussagen per Handy aufgenommen, damit ich immer wieder in Tränen ausbrechen kann, wenn ich es erneut anschaue und mich bestätigt fühle.
    UND: Ich find dich grandios – schon nur die Ehrlichkeit und Direktheit, Hut ab.
    Ich bin zwischenzeitlich auch so (natürlich nicht vor laufender Kamera), muss jedoch im Nachhinein feststellen, dass es zu meinem Schutz ist und dass ich die meisten Menschen damit bereits abschrecken kann und nicht an mich heranlassen muss. Dies ist natürlich nicht nur schlecht – Quasi eine Art Zeitoptimierung: Leute die erschrecken oder entsetzt sind, bin ich schon mal los 😊

    Ich war früher auch einmal gut bei einander. Habe heute 5 bis 6 Kleidergrößen weniger und laufe unter dem geläufigen Gebrauch «hübsch». Was ist hübsch? Ich finde alle anderen Leute schön, hübsch, interessant, einzigartig, grandios.
    Aber doch nicht mich, die hässliche, doofe, stehengebliebene „Anfangvierzigere“, die das Gefühl hat, den zweiten Frühling erleben zu müssen, zumindest was den Fitnesswahn betrifft: Sportsüchtig ist wohl der richtige Ausdruck. Essgestört, Borderline und Null Selbstwertgefühl -> Yes, genau das alles mit einem drittel weniger Gewicht. Bravo, da muss man mir doch glatt gratulieren für diesen Zustand, hab ich echt toll hingekriegt -> die Queen der Problemverlagerung quasi!
    Verdammt, die Seele wird nicht besser; oder wie Du so treffend im Beitrag gesagt hast: die Seele ist kaputt!…Ich suche mir andere Qualen um mich schlecht und gleichzeitig bestätigt zu fühlen, dass ich nichts bin, nichts kann und alles Negative anziehe und natüüürlich auch verdient habe.
    Also shit ja: Ich habe in der Zwischenzeit das Gewicht, dass man als «normal» einstufen könnte. Ja, ich sehe normal und «hübsch» aus, habe das enorme Glück nicht zu viel überschüssige Haut zu haben. Ja, mir geht’s natürlich körperlich besser – der Seele geht das so was vom am Ar… vorbei: die sucht sich einfach ein neues Gift – zumindest meine!

    • Wow, wie wertvoll, dass Du Deine Geschichte und Gedanken mit uns teilst. Du hast absolut recht, der Seele ist die Kleidergröße egal, wenn sie traurig ist, dann auch in Größe 34. Liebe Grüße und ganz viel Kraft, Jana

  7. Liebe Jana,
    ich bin eher zufällig auf deinen Blog gestoßen, da ich mit meinem gerade erst angefangen habe und schauen wollte, was andere so schreiben. Was soll ich sagen? Ich bin gleich hängen geblieben und habe immer weiter gelesen und Videos geschaut und bin noch lange nicht fertig. Deine Worte berühren mich und rütteln mich auch wach. Jahrelang war ich mir sicher, dass ich in meiner Jugend keine Esstörung hatte. Als Teenie dachte ich, ich sei zu schwach dafür. Zu schwach nichts zu essen und zu schwach das viele Essen einfach wieder rauszukotzen. Dass diese Fressattacken aber auch eine Essstörung sind, habe ich erst viel später begriffen. Und auch die Tatsache, dass ich bis heute Essen nur – und auch dann nicht immer – genießen kann, wenn ich davor den kompletten Tag nichts zu mir genommen habe, ist ja denke ich auch nicht normal. Heute habe ich keine Fressattacken mehr. Dafür leide ich an Panik-Attacken – und das nicht zu knapp. Und Essen ist immer noch ein furchtbares Thema bei uns. Im Rahmen meiner Therapie habe ich begonnen, meine Erlebnisse aus dem Leistungssport niederzuschreiben und zwar die nicht so schönen. Meine Sportart – Rhythmische Sportgymnastik – stand immer auf einem Podest und ich sah nur die wunderschöne Seite davon. Nun sehe ich auch die andere. Viele Erlebnisse bin ich noch nicht bereit zu teilen, weil sie sehr intim sind, aber wenn ich deine Beiträge lese, bekomme ich mehr Mut. Vielleicht werde ich auch die ganz kritischen Dinge mal veröffentlichen. Erstmal habe ich ganz klein angefangen, aber vielleicht willst du ja mal reinlesen!?

    Ich denke, das Thema wird in meinem Sport definitiv nicht kritisch genug gesehen. Seit meinem ersten Beitrag habe ich so viel Feedback von ehemaligen Mitstreiterinnen bekommen, dass ich denke, es wird oder wurde einfach nur tod geschwiegen. Ich habe damit aufgehört. Und du gibst mir Mut, damit weiterzumachen. Danke!

    Dein Buch werde ich mir auch kaufen und eine Rezension schreiben. Sobald sie online ist, gebe ich dir Bescheid.

    Ganz herzliche Grüße, Vreni

    • Danke Dir, Vreni für deine Zeilen und deine Offenheit. Wundervoll, dass du dich auf den Weg gemacht hast, Hilfe zulässt und annehmen kannst. Ich wünsche dir viel Kraft und Erfolg für deinen Weg. Liebe Grüße, Jana

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