„Ich würde so gerne einfach mal wieder bei meiner Familie sein. Nach Hause kommen, durchatmen …“ habe ich in den letzten Monaten immer wieder aus dem Mund meines besten Freundes gehört.

Ja, Batomae liebt seine Familie. Er liebt gesellige Abende, bis in die späte Nacht bei einem guten Glas Wein beisammenzusitzen und Geschichten von früher zu hören. Diese Momente tricksen ihn liebevoll aus und bringen ihn dazu, für einen Moment innezuhalten. Ja, einen Moment aus dem Gedankenkarussell an unsere gemeinsame „In Gedanken“-Tour, den neuen Merch und die anstehende EP-Veröffentlichung auszusteigen.

Zeit dafür hat er aber nur selten. Nein, das ist falsch. Diese Zeit nimmt er sich nur sehr selten, denn sein Beruf als Musiker ist ohne Zweifel seine Berufung. Er geht völlig darin auf, auf der Bühne zu stehen, dabei sein Innerstes nach außen zu kehren und die Menschen in seinen Bann zu ziehen. Er möchte den Menschen eine federleichte Auszeit von ihrem Alltag schenken – und es gelingt ihm. Er ist für die Bühne geboren. Da eine gesunde „Work-Life“-Balance hinzubekommen, ist tatsächlich ein kleiner Drahtseilakt.

Ende August ist er dreißig geworden und da er sogar einen Song drüber geschrieben hat, dass er dachte, mit 30 sei das Leben fast vorbei, haben wir allen Grund zu feiern: Er hat überlebt. Bester Beweis war, dass er mich an seinem Geburtstagsmorgen angerufen hat und ich nicht mal die Chance hatte, ihm richtig zu gratulieren, da er ganz dringend noch was für den Vorverkauf der anstehenden Tour besprechen wollte.

Aber heut’ lassen wir ihm keine Wahl, heute haben wir ihn ausgetrickst und heute werden wir ihn feiern. Seine Mama plant seit Wochen eine Überraschungsparty mit der ganzen Familie, die extra  quer aus ganz Deutschland anreist, und lieben Freunden, die er schon ewig nicht gesehen hat. Unter einem Vorwand locken wir ihn gleich in sein Elternhaus in Paderborn und dann wird er aus dem Staunen nicht mehr rauskommen.

Ich habe extra einen Zug früher genommen, dass ich seiner Mama noch bei den Vorbereitungen helfen kann. Ich freu’ mich jetzt schon, wenn er gleich kopfschüttelnd in der Tür steht, die festlich gedeckte Kaffeetafel sieht und seine Mama dann völlig überwältigt in die Arme schließt. Heute wird er endlich mal wieder durchatmen, bestimmt ein leckeres Glas Wein trinken und dann doch wieder Facebook & Instagram checken. Natürlich nur ganz kurz.

Vielleicht habt ihr ja ein paar schöne Gedanken zum Thema „Innehalten & Aussteigen“, die ihr ihm auf die Pinnwand posten könnt? Dann muss er bestimmt schmunzeln…

Eure Jana

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2 Kommentare

  1. Hättest Du das eher gesagt, ich hätte ne Karte geschickt oder mal eben vorbeigebracht.
    Wo muss ich hinkommen?
    Grüße aus Schloß Neuhaus Simone

  2. Pingback: "Du warst so anders. So unangenehm." - Jana Crämer – Blog – Endlich Ich

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