Ihr Lieben,
am 1. Dezember ist Manuskriptabgabe für mein neues Buch „Unvergleichlich Du! – Wie Du Deine beste Freundin wirst“ und ich gebe zu, dass ich ein bisschen gestresst bin. Stress hat viele Gesichter und ich habe seit dem Workshop mit Christoph Ramcke gelernt, stressige Situationen nicht alle in einen Topf zu werfen, sondern aktiv zu nutzen, denn Stress ist nicht gleich Stress.

Was ist überhaupt Stress?

Grundsätzlich ist Stress eine körperliche Reaktion auf einen Reiz von außen. Es geht darum, sofort und plötzlich, ohne jegliches Nachdenken eine Leistungsbereitschaft herzustellen. „Fight or flight“ – „Kämpfen oder fliehen“ ist das Stichwort. Als der Säbelzahntiger um die Ecke kam, hatten wir auch keine Zeit, um einen Arbeitskreis zu gründen und um zu diskutieren, sondern es musste sofort entschieden werden, ob man wegläuft oder der Säbelzahntiger klein genug ist, um mit ihm zu kämpfen. 

Die Herausforderung ist, dass wir heutzutage den Stress nicht mehr körperlich ausnutzen. Wir kämpfen weder mit dem Kollegen, Chef, Partner, Kunden usw. noch laufen wir vor ihm davon (zumindest nicht als direkte körperliche Reaktion). Das ist eine kurze und knappe Antworte, aber im Kern worauf es ankommt. Denn über die Frage „Was ist Stress?“ werden natürlich Bibliotheken füllende Bücher geschrieben. 

Christoph Ramcke – Motivations-Coach für die pronova BKK

„Bücher“ – Da fällt das Stichwort, das in meiner kleinen Stresszentrale für Wirbel sorgt. Klar sitzt mir die Deadline für die Abgabe des Manuskripts im Nacken, aber es fühlt sich nicht schlecht an. Woran das liegt, hat uns Christoph auch erklärt.

Unterschiedliche Arten von Stress

Es gibt unterschiedlichen Stress, nämlich grundsätzlich positiven Stress (Eustress): Herausforderung, der man sich gerne stellt, da man sich für kompetent genug hält, die Aufgabe (inhaltlich und zeitlich) zu meistern = euphorische Vorfreude auf ein Ereignis.

Und es gibt den negativen Stress (Disstress): unangenehm, belastend, bedrohlich oder überfordernd, da man glaubt, die Situation nicht erfolgreich meistern zu können = Hilflosigkeit

Christoph Ramcke – Motivations-Coach für die pronova BKK

Auch wenn ich mich gerade gutgelaunt in die letzten Seiten des Manuskriptes zum neuen Buch stürze, erreichen mich unzählige Nachrichten, um mir Kraft und Zuversicht in dieser stressigen Phase zu wünschen. Ganz viele schreiben sogar, dass sie mit mir mitfühlen und mitleiden. 

Ohne Scheiß, ich kann mich echt nicht erinnern, jemals so viele traurige Smileys in Nachrichten an mich gesehen zu haben. Was super lieb gemeint ist, verwundert mich ein bisschen, da ich diese stressige Phase gerade als unglaublich inspirierend erlebe, aber auch hier hatte Christoph uns was zu erzählt. 

Stress ist subjektiv

Das Fatale ist, wenn zwei Menschen von außen betrachtet eigentlich ähnliche Voraussetzungen haben, kann ein Ereignis für den einen positiv und für den anderen negativ sein. Das kann man von außen nur sehr schwer beurteilen.

Christoph Ramcke – Motivations-Coach für die pronova BKK

Mein bester Freund Bato sagt immer wieder, dass es auf den Blickwinkel ankommt, und da hat er absolut recht. Außerdem sind wir Menschen mit all unseren Erfahrungen, Talenten und Sichtweisen absolut unvergleichlich. Steckt man zwei Menschen in die absolut identische Situation, fühlt es sich für den einen locker leicht und für den anderen nach einer unlösbaren Herausforderung an. 

Ihr solltet mal mich und Bato auf dem Weg zum Auftritt erleben, wenn der Zug in 5 Minuten einfährt und wir noch nicht am Gleis stehen: Ich sterbe vor innerem Stress 1000 Tode, Bato holt sich gemütlich einen Kaffee. Ihn stresst es im Gegensatz zu mir unglaublich, viele Infos in möglichst kurzer Zeit zu erzählen, wie dieses lustige Video hier beweist…

Bato im Stres

Liebe Grüße und ich freu mich, Euch alle am 14.12. in Bochum bei unserem Jahresabschluss im Riff zu treffen, auch wenn’s vorher sicher nochmal stressig wird.

Eure Jana

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