Ja, ich weiß, der Titel dieses Blogbeitrags klingt etwas hart, aber genau diese Frage stelle ich mir gerade. An mir ist so viel kaputt, und damit meine ich nicht nur die Risse in meiner Haut. 100 Kilo abzunehmen hinterlässt Spuren, das ist nun mal so. Und ehrlich gesagt, finde ich die auch von Tag zu Tag weniger schlimm. 

Ich bin kaputt.

Ich gebe zu, dass mich perfekte und makellose Menschen nur sehr selten neugierig machen. Ich habe nicht so wirklich Lust, hinter eine schöne und glänzende Fassade zu schauen, wo alles perfekt zu sein scheint. Perfektion langweilt mich, aber wenn jemand zu viele Baustellen hat, wird’s auf der anderen Seite auch schnell anstrengend. 

Und ich für meinen Teil habe noch verdammt viele Baustellen, an denen ich gerade arbeite. Bei weitem nicht mehr so viele, wie damals, als ich meinem besten Freund mein Tagebuch gegeben habe, aber doch noch einige. (Hier geht’s zu meinem Tagebuch „Das Mädchen aus der 1. Reihe“)

Ich bin auf dem Weg, mit mir Freundschaft zu schließen, meine Vergangenheit anzunehmen und mit ihr Frieden zu schließen. Doch, ja, es läuft in letzter Zeit echt verdammt gut, aber dennoch ist da immer öfter dieser eine Gedanke: Werde ich mich je verlieben?

Ich lieb Dich und Du liebst mich zurück.

Höre ich das neue Lied von Batomae, ist da diese eine Stelle, die mir nicht aus dem Kopf geht „Ich lieb Dich und Du liebst mich zurück, was brauch’ ich mehr zum Glück? Entscheid mich immer für dich.“ Ich weiß, was hinter diesen Zeilen steckt…

Batomae möchte uns, die an sich selbst (ver-) zweifeln, Hoffnung schenken, dass es da draußen Menschen gibt, die sich gerne immer wieder neu für uns entscheiden. Er möchte uns mit diesem Lied Mut schenken, an die Beständigkeit von Liebe und Verbundenheit zu glauben, auch wenn wir ein großes Päckchen zu tragen haben, und es nicht immer leicht mit uns ist.

Jeder 5. leidet.

Es stimmt, in der Europäischen Union leiden fast 84 Millionen Menschen an psychischen Erkrankungen. Das sind verdammt viele und Deutsche haben einen überproportional hohen Anteil. So leidet hier durchschnittlich jede/r Fünfte an einer psychischen Krankheit wie Depressionen, Essstörungen, Burnout, Angst- und Panikstörungen. 

Von Tag zu Tag mehr

„Wenn ich mich selbst verlassen könnte, würde ich es doch auch tun. Warum sollte irgendwer bei mir bleiben wollen?“ ist ein Gedanke, den ich nur noch sehr selten denke. Ich mag mich von Tag zu Tag mehr leider und bin an den meisten Tagen schon verdammt gerne mit mir zusammen. Trotz allem.

Mich annehmen, um die Angst loszulassen.

Angst ist nie gut

Aber mich in jemand anderen verlieben? Das ist noch ein ziemlich überwältigender Gedanke. Noch überwältigender, dass mich jemand zurück lieben könnte. Dennoch merke ich, dass der Wunsch neuerdings irgendwie schon da ist, und vielleicht sollte ich genau das einfach mal als schöne Veränderung annehmen, statt Angst davor zu haben, dass es vielleicht nie eintritt.

Angst ist eh ein schlechter Berater, mein bester Freund Batomae ein weitaus besserer und der würde sagen: „Jana, sag’ niemals nie.“ Also setze ich einfach weiter einen Schritt vor den anderen und nehme Euch mit…

Eure Jana

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