Ihr Lieben,
auch wenn ich nicht wirklich Angst vor einem erneuten Fressflash hatte, hat er mich gestern tierisch genervt. So viele Monate war ich super ausgeglichen, bin jeden Tag mit dem pronova BKK „Laufcoach“ unterwegs gewesen und sogar die Woche in Bayern, die wir auf Konzert-Lesereise an Schulen waren, lief richtig gut. Auch wenn es als Vegetarierin in Bayern schon ’ne kleine Herausforderung war.

Aber dann war es soweit: Die Anspannung und der Stress der letzten Wochen mit Single VÖ von „Niemand ist wie Du“, Vertragsverhandlungen für meine neuen Bücher, den täglichen Auftritten an Schulen in Bayern und dem ersten Festival 2019 für Batomae fielen von mir ab und plötzlich war sie wieder da: Die Innere Leere nach all diesem Spaß.

Die letzte Zeit war voll von Emotionen, Häkchen auf To-Do-Listen, Umarmungen nach Auftritten, stundenlangen Gesprächen mit meinem besten Freund Batomae und Musik, dann ging es nach Hause und plötzlich war ich allein. In meinen Instagram Stories habe ich euch wie immer mit durch meinen Tag genommen und auch wenn es mir schwer gefallen ist, habe ich euch an meinem Fressflash teilhaben lassen.

Auch wenn es am Ende nicht wirklich eskaliert ist, waren es weit mehr Kalorien, als es mein Aktivitäts-Level an diesem Tag verlangt hätte. Durch die Masse an Nüssen, die zwar in Maßen gesund, aber in solchen Mengen Kalorienbomben sind (Etwa 650 Kalorien pro 100g), kam ich dann am Ende so etwa auf 7.000 Kalorien. Mehr als das Doppelte eines normalen Tages.

Dass es hin und wieder noch passiert, wenn ich mit dem Trubel – oder eben dem fehlenden Trubel – in meinem Leben überfordert bin, ist okay. Ich sehe diese Tage nicht mehr als Rückfälle, sondern als Zwischenfälle, die mich darauf hinweisen, dass ich wieder mehr auf mich achten muss. Aber es nervt mich, dass es mich dann soviel Kraft kostet, wieder in meine normalen, guten Muster zurückzufinden.

Umso mehr freue ich mich, dass ich bald mit Batomae & Band ein Coaching zum Thema Motivation besuchen darf, um Euch genau hier davon zu berichten. Mein Ziel ist es, dort zu lernen, wie ich mit solchen Situationen besser umgehen kann, ohne dass sie mir solange nachhängen.

Und nun versuche ich, meine innere Leere wieder gegen meine innere Hymne zu tauschen und werde mich nochmal auf den Weg machen, um ein bisschen frische Luft zu schnappen.
Alles Liebe,
Eure Jana

Autor

1 Kommentar

  1. Hi Jana,

    ich muss gerade mal darauf hinweisen, wie klasse ich die Unterscheidung zwischen Rückfall und Zwischenfall finde.

    Ein einzelner Fressflasch wirft dich nicht an den Anfang zurück. Und er bedeutet auch nicht, dass du es nicht schaffst weiter zumachen. Er ist tatsächlich nur die kurze Zeit, in der es nicht läuft, zwischen den Tagen, Wochen, Monaten und schließlich Jahren, in denen es gut läuft!

    Rückfall klingt für mich immer gleich nach totalem Versagen. Als müsste man wieder bei 0 anfagen oder, in meinem Fall, bei 107 kg. Stimmt nicht. Einen Tag zu viel Essen – auch wenn es über das Doppelte der Zielmenge geht – ruiniert nicht gleich alles und weitermachen lohnt sich. Immer.

    Also nicht aufgeben.

    Ich weiß, dass du es schaffen kannst, aus deinem Loch wieder rauszukommen: Du hast es ja schon oft bewiesen.

    LG Verena

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