Ihr Lieben,
hmmm, gute Frage… ich sitze am Schreibtisch, es duftet nach frisch gemähter Wiese, draußen ziehen weiße Wolken vor einem tiefblauen Himmel an meinem Fenster vorbei, und links von mir steht eine kleine, weiße Porzellanschale. Jetzt ist zwar nur noch `ne kleine Pfütze auf dem handflächengroßen Boden zu sehen, aber bis eben waren noch Himbeeren drin. Vielleicht so 12 bis 15, die Fleckigen habe ich aus der 125g Packung aussortiert.

Und wenn ich so drüber nachdenke, bin ich doch ganz froh, dass ich in meinen Instagram Stories (@jana.craemer) seit 5 Jahren zwar akribisch genau alles poste, was ich so den lieben langen Tag esse, aber nicht die Geschwindigkeit dazu schreibe, in der ich’s verdrücke. Denn mit Genuss hat das im Moment, um ehrlich zu sein, wenig zu tun. Also geht’s mir wohl nicht so wirklich gut. 

Ich mag keine Überraschungen.

Ich merke, dass sich meine Essstörung – oder eher das, was davon noch übrig ist – immer genau dann meldet, wenn ich das Gefühl habe, mir entgleitet was. Ja, manchmal ist es ganz schön, sich treiben zu lassen, aber ich liebe mein Leben planbar, ich mag keine Überraschungen. Nein, auch keine Überraschungsbesuche. Wenn’s dann doch klingelt, stelle ich mich einfach tot. 

Eigentlich könnte es mir gut gehen, sogar so richtig gut: Ich habe das Manuskript für mein viertes Buch beim Verlag abgegeben und meine Lektorin Martina ist begeistert. Gut, nicht unbedingt von meiner Kommatasetzung, aber vom Inhalt. Und genau darauf kommt’s ja schließlich an, um die Verpackung können sich dann andere kümmern. 

Glow Up

Um meine eigene „Verpackung“ hingegen sollte ich mich wohl mal wieder kümmern. Als ich mich neulich aus Versehen als Spiegelung im Schaufenster gesehen habe, traf mich fast der Schlag. Die nähere Umschreibung erspare ich Euch, aber ich brauche dringend ein „GlowUp“. Falls von Euch auch jemand Bedarf hat: in unserem neuen Podcast (Folge #60), für den wir die Siemens-Betriebskrankenkasse als Partner gewinnen konnten, sprechen mein bester Freund Batomae und ich genau darüber und geben überraschend hilfreiche Tipps. Innerlich und Äußerlich.

Trotzdem geht’s mir nicht gut. Ich hätte es zwar, als wir vor über fünf Jahren mit den Konzertlesungen angefangen haben, nie für möglich gehalten, aber ich vermisse unsere Auftritte an den Schulen, wenn wir meine Geschichte mit der Musik meines besten Freundes Batomae verschmelzen lassen so, so sehr. Früher habe ich vor jedem Auftritt geheult, weil ich so große Angst hatte, auf die Bühne zu gehen, und mein innerer Stress auf Tour zu sein, war so ziemlich das Gegenteil von meiner geliebten Planbarkeit und Struktur.

Endlich geht’s wieder los.

Anfang des Monats hatten wir, nach dieser endlos langen Pause durch die Pandemie, endlich wieder unsere ersten Auftritte vor Schülern und es war so unglaublich großartig. Ich gebe zu, dass ich den Bonus, dass mich alle von TikTok kannten, extrem genossen habe, aber noch mehr die feuchten Augen und berührenden Gespräche im Anschluss haben mich einfach nur überwältigt. Ich hatte fast vergessen, wie viel mir diese Auftritte, mit denen wir Dank der Betriebskrankenkassen, die alle Kosten übernehmen, schon weit über 100.000 Schülerinnen & Schüler besuchen durften, bedeuten. 

Hier könnt ihr Euch gerne näher informieren und melden, wenn ihr Euch einen Auftritt an Eurer Schule (ab der 5. Klasse) oder eurem Berufskolleg wünscht. (deutschlandweit) –> www.konzertlesungen.de

Nun bin ich wieder voll drin, würde am liebsten sofort an die nächste Schule fahren und nun sind die Ferien da. Dö-de-li-döt. Ja, ich weiß, Vorfreude ist die schönste Freude und zum Glück haben die BKK Gildemeister Seidensticker, die BKK Herkules, die BKK MTU, die BKK Pfalz, BKK Scheufelen, die BKK Technoform, die BKK VDN, die BKK ZF & Partner, die Debeka BKK, die pronova BKK, die R + V BKK, die Salus BKK, die SKD BKK, der BKK Landesverband Bayern & die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) noch Lesungen offen, so dass wir nach den Sommerferien wieder quer in ganz Deutschland unterwegs sein werden, aber jetzt grad fühlt es sich in mir sehr leer an.

Ich habe das Gefühl, als würden uns diese Momente an den Schulen wieder genommen werden, denn wer weiß schon, was die Ferien für neue, blöde Varianten mit sich bringen. Das macht mir Sorgen. Ich will mein Leben zurück. Vermutlich wie wir alle.

Und ja, mein bester Freund Batomae wird mir genau diesen Blogbeitrag hier dann unter die Nase reiben, wenn mich das Unterwegs-sein mal wieder an meine Grenzen bringt und ich als Drama-Queen in Bestform komplett am Rad drehe. Hm, wenn ich so drüber nachdenke, sollte ich die Auftritts-Pause vielleicht nutzen, um da ein bisschen an mir zu arbeiten. An mir und meiner Toleranz gegenüber unvorhersehbaren Ereignissen. 

Liebste Grüße und ich hoffe, wir sehen uns bei einer Konzert-Lesung oder bei Instagram, wo es immer wieder Buch-Verlosungen gibt, auf YouTube (Jana Crämer) oder natürlich bei TikTok (@jana.craemer). Eure Jana

P.S.: Ende des Monats feiert unser Musikvideo zu „Unvergleichlich“ schon seinen 6. Geburtstag und wir stehen bei über 1,5 Millionen Views.

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