Gibt es ihn wirklich? Gibt es diesen Zustand, dass der Körper, wenn er sehr wenig Nahrung bekommt, in den Hungermodus schaltet und alles versucht, uns vor dem sicheren Hungertod zu bewahren?

Klar, wenn ich weniger esse als ich brauche, nehme ich ab. Ganz klare Kiste, denn dann muss mein Körper an meine Reserven gehen, die sich vornehmlich in den Fettzellen befinden. Aber was passiert, wenn ich über einen längeren Zeitraum sehr wenig esse?

Was passiert, wenn ich noch weniger als meinen Grundumsatz zu mir nehme? Mein Körper braucht, um zu überleben und die Dinge zu tun, die ein Körper nunmal so tut, ca. 1.500 Kalorien. Fürs Atmen, Verdauen, Verstoffwechseln usw. ja, einfach für’s Leben. Yepp, fürs faul auf dem Sofa liegen, braucht mein Körper ca. 1.500 Kalorien.

Ist es kalt, braucht er mehr, weil er dann natürlich noch heizen muss. So viele Dinge, die man einfach vergißt, da sie so unbeobachtet nebenbei laufen, verbrauchen Kalorien. „Jeder Gang macht schlank“ ist also nicht nur so’n blöder Spruch, er stimmt. Mein fitbit beweist es.

Am Ende eines normalen Tages habe ich um die 2.600 Kalorien verbraucht, nehme ich also 2.300 Kalorien zu mir, nehme ich ab. Langsam, gesund und stetig. Würde ich nun aber über einen längeren Zeitraum sehr viel weniger, also so grob im Bereich meines Grundbedarfs essen, würde der Hungerstoffwechsel, wenn es ihn denn gibt, anspringen. Mein Körper würde denken, dass er mich vor dem Hungertod bewahren muss und alles speichern, was er bekommen kann.

Die Konsequenz wäre, dass ich in eine Spirale geraten würde, immer und immer weniger zu essen, um überhaupt noch Gewicht zu verlieren. Klar geht das, aber es geht nicht lange gut. Zum einen würde es irgendwann mit dem Tod enden, zum anderen wäre es auch einfach blöd.

Warum soll ich mich mit grenzenloser Disziplin und ständigem Verzicht quälen, wenn Abnehmen doch mit leckerem Essen ebenso gut klappt. Sogar noch besser, denn wenn ich gesund esse, habe ich gute Laune und Lachen verbraucht auch Kalorien.

Ich möchte mein Leben nicht als ständige Challenge sehen, wenig, noch weniger und am Ende fast nix mehr zu essen. Ich möchte mein Leben leben. Mit allem, was das Leben zu bieten hat, und das darf auch gerne mal `ne Pizza sein. Yepp, auch nach 18:00 Uhr. Also: Guten Hunger, ihr Lieben.

Eure Jana,
die jetzt zu ihrem besten Freund fährt, um ihn heute Abend live im Privatclub zu erleben. Batomae, ich komme.

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2 Kommentare

  1. Hallo,
    ich kenne dich aus der Gruppe „Fettlogik überwinden“ von Facebook und mit Hilfe dieses Buches solltest du eigentlich gelernt haben, dass es den Hungerstoffwechsel in der Form, wie er bei uns propagiert wird, nicht gibt.
    Lies das Buch bitte, falls du es noch nicht getan hast.
    Alles Gute und LG

    • Klar, habe ich gelesen. Ich bin trotzdem überzeugt, dass es ihn gibt. Langzeitstudien beweisen dies ja auch. Viele Dinge werden propagiert, die es nicht gibt, ebenso werden Dinge, die bewiesen sind, verleugnet, wenn es dem Verkauf z. B. eines Buches gut tut. Trotzdem denke ich, dass all diese Ratgeber gut tun können… Solange jeder das für sich herausfiltert, was ihm/ihr gut tut und neue Denkanstöße gibt. Ich habe vieles aus dem Buch „Fettlogik überwinden“ mitgenommen. Trotzdem traue ich keinem Text blind, weder diesem noch einem anderen Buch, sondern recherchiere und frage bei meiner ausgebildeten Oecotrophologin nach. Sie will mir nichts verkaufen, sondern einzig und allein, dass ich gesund werde. Ihr vertraue ich zu 100%.

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