Ihr Lieben, 
das wohl aufschlussreichste Gespräch der letzten Jahre im Bezug auf meinen Wunsch nach einem Hunger- und Sattgefühl hatte ich vergangene Woche mit Birgit Klenke-Schütte, Ernährungsexpertin der pronova BKK.

Satt sein hat viele Facetten

Anders als ich immer angenommen hatte, hat „satt sein“ unglaublich viele Facetten. Ich dachte immer, dass mir mein Magen am Ende einer Mahlzeit suggerieren müsse, dass er satt sei. Am einfachsten wäre natürlich, wenn er die weiße Fahne schwenken würde oder ich kurz ein Bäuerchen machen müsste, aber ganz so einfach macht er es mir leider nicht.

Bei einigen fängt satt sein tatsächlich im Magen mit einem Gefühl von „ich bin voll“ an. Bei anderen ist es ein leergegessener Teller, der das Essen beendet und ein Gefühl von „ich bin jetzt fertig“ auslöst. Und einige beenden ihr Essen mit einem Espresso, mit einem Kaugummi oder Klatschen einmal in Hände, dass dabei das typische „So!“ nicht fehlen darf, versteht sich von selbst.

Ich hatte ja immer auf das Signal vom Magen gehofft, es wird aber vermutet, dass die Größe der Mägen bei uns Menschen durch unsere Veranlagung, also durch unsere Gene, mitbestimmt wird. Die einen haben einen kleineren, bei anderen ist er schon von Natur aus größer. 

Unnatürlich gedehnter Magen

Und ich habe meinen Magen in den vergangenen Jahren, nein, sogar in den vergangenen Jahrzehnten ja eh auf unnatürliche Art und Weise durch meine unkontrollierten Fressflashs als Symptom meiner Binge-Eating-Störung gedehnt. 10.000 bis 15.000 Kalorien pro Tag zu verschlingen bringt zwangsweise eine Kugelrunden Bauch und somit einen bis an seine Grenzen gefüllten Magen mit sich. 

Unser Magen ist diesbezüglich ein kleines Wunder, denn er kann sich – vergleichbar mit einer Gebärmutter – unglaublich ausdehnen. Nur ob er auch wieder schrumpfen kann, ist bislang nicht wissenschaftlich erwiesen. 

Entspannungs-Phase für meinen Magen

Trotzdem habe ich meinem Magen in den vergangenen zwei Wochen eine Entspannungs-Phase gegönnt und pro Tag nur 3 Schälchen mit einer extrem hohen Kaloriendichte gegessen, so dass ich mit sechs Händen Masse an Nahrung auf meine 2.100 Kalorien gekommen bin.

Einfluss nehmen

Wenn ich also nicht zwangsläufig auf die Größe meines Magens Einfluss nehmen kann, muss ich auf meine Gedanken Einfluss nehmen und mir ein „Ich bin satt – Gefühl“ antrainieren. Birgit Klenke-Schütte, Ernährungsexpertin der pronova BKK, sagt, dass genau das möglich ist. Wir haben es also in der Hand.

Als erstes sollte ich genau definieren, was für mich „satt“ bedeutet. Dazu habe ich mir nun in der vergangenen Woche Gedanken gemacht und für mich beschlossen, dass ich satt bin, wenn ich eine Portion gegessen habe. Hier kommt bei mir in Zukunft die Tellerregel zum Einsatz: Ich esse zu den drei Hauptmahlzeiten einen ausgewogen gefüllten Teller plus jeweils eine Handvoll Nachtisch. Nachtisch kann hier mal Eis, mal Joghurt und mal Obst sein.

Visuell statt Kalorien zählen

Birgit Klenke-Schütte, Ernährungsexpertin der pronova BKK, hat mir empfohlen, mich davon zu lösen, mein Essen abzuwiegen und Kalorien zu zählen. Klar, es hat mir unglaublich Sicherheit gegeben, mich aber ebenso gestresst, wenn es im Restaurant oder auf Tour schlichtweg nicht durchführbar war.

In Zukunft gilt also, dass das Gleichgewicht es schon richten wird, dass ich mit meinen Kalorien im für mich optimalen Bereich bleibe. Esse ich an einem Tag vielleicht mal etwas mehr als mein Kalorienbedarf es vorgeben würde, wird ein anderer Tag, an dem es mal etwas ballaststoffreicher zugeht, das ganze schon wieder ausgleichen. 

Stoppsignal setzen

Super fand ich auch den Tipp von Birgit Klenke-Schütte, Ernährungsexpertin der pronova BKK, meine Mahlzeiten mit einem Stopp-Signal zu beenden, so dass mein Gehirn weiß: Wenn ich das kleine Döschen aus meiner Handtasche nehme, und daraus eine kleine Kaffeebohne kaue, ist meine Mahlzeit beendet. Da ich danach zwingend die Zähne putzen muss, um mein Gegenüber beim Nächsten Lächeln nicht zu erschrecken, sorgt direkt noch für eine gute Mundhygiene. 

Ich bin sehr gespannt, wie ich mit den neuen Ideen im Alltag klarkomme und werde Euch hier und in meinem YouTube-Tagebuch davon berichten. Alles Liebe,
Eure Jana

P.S.: Am 25.5. kommt endlich mein neues Buch „Unvergleichlich Du! Wie Du Deine beste Freundin wirst“.

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