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Ich weiß, dass ich manchmal zu sehr in der Vergangenheit lebe. Und, ja, mir ist durchaus bewusst, dass ich ein unglaubliches Talent habe, die Vergangenheit und noch mehr die Protagonisten meiner Erinnerungen zu glorifizieren. Ich genieße es, in Erinnerungen zu schwelgen und dies ganz besonders, wenn es mir grade nicht so gut geht.

„Wenn Jana Crämer auf der Bühne sitzt, nervös an ihren Aufzeichnungen herumnestelt und verschämt zu Boden blickt, wird schnell klar, dass die Autorin aus ihrem eigenen Leben berichtet. Dass die schonungslos ehrlich vorgetragenen Erinnerungen ans Hungern, Fressen und Kotzen sie noch heute einholen und die Gedanken sie immer noch quälen.  Nicht selten stockt dem Publikum der Atem und man wünscht sich, zu ihr hoch auf die Bühne zu gehen, sie in den Arm zu nehmen, um sie zu trösten und ihr für ihren Mut zu danken, das auszusprechen, was unzählige Frauen fühlen und ebenso durchleiden.