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Therapie

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Während ich die Speisekarte im Café Hilde durchblättere, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Nicht, weil ich Hunger hätte. Nein, nach einer großen Schüssel Porridge mit Krokant um 07:30 Uhr, einem Mandelhörnchen um 08:30 Uhr und dem großen Nougatring auf dem Weg zum Hilde, müsste ich eigentlich randvoll sein. Bin ich auch, und trotzdem kann ich mich nicht bremsen. 

Ich dachte eigentlich, dass ich relativ entspannt war. Also so entspannt, wie man vor seinem ersten Termin beim Psychologen überhaupt sein kann. Als ich dann in der U9 Richtung Rathaus Steglitz meinen Unvergleichlich-Beutel vergessen habe und fast in Tränen ausgebrochen bin, wurde mir mit einem Schlag klar, dass meine Nerven doch angespannter waren, als ich mir eingestehen wollte.