Je mehr Möglichkeiten ich habe, desto lieber würde ich den Kopf in den Sand stecken. Zu viele Freiheiten schränken mich ein. Also nicht in dem Moment, wenn ich eine Entscheidung treffe, sondern so im Großen und Ganzen. 

Ich glaube, dass ich ein ganz bestimmtes Kontingent an Entscheidungen pro Tag habe und viel zu oft geht das schon bei der Frage drauf, was ich morgens anziehe.

An manchen Tagen geht’s ganz schnell. Ein Blick, eine Auswahlmöglichkeit, ein Griff, Zack, fertig. Tadaa. Kommt eben immer ganz drauf an, wie viel ich gerade wiege und wie viele Klamotten mein Schrank in der entsprechenden Kleidergröße so bietet.

Da mein Gewicht ja von Woche zu Woche um locker 10 Kilogramm schwankt, jedoch langsam aber sicher immer weniger wird, wird es da bei `nem Gewicht so kurz unter 80 Kilo schon eng mit der Auswahl. Blöd für die Abwechslung in den Insta-Stories, gut für mich und mein Entscheidungskontingent.

Wenn ich gleich runtergehe, um unseren Merchandisestand aufzubauen, werde ich wohl wieder das kleine Schild „Wundertüte“ aufhängen. Ihr könnt Euch das Prozedere dann ein bisschen wie bei Subway vorstellen.

Welche Brotsorte? Welche Streichcreme? Welcher Belag? Vielleicht noch `ne Soße dazu? Halt nur mit Merch-Artikeln. Fragen über Fragen, aber bei uns am Merch wird man zum Glück nicht so gehetzt und kann sich auch noch mal kurz um-entscheiden, wenn es dann doch der schwarze Beutel sein soll. Niemand wird genervt die Augen verdrehen, versprochen.

Ich ertappe mich tatsächlich immer wieder dabei, wie ich eine von mir aus freien Stücken getroffene Entscheidung nochmal laut ausspreche, um zu schauen, wie mein bester Freund darauf reagiert. Wenn er keine Miene verzieht, ist sie entweder für ihn OK oder er war mal wieder in Gedanken und hat mir einfach nicht zugehört.

Wenn er aber tief durchatmet, wird es schon kritisch und ich stelle alles nochmal in Frage. Meist atmet er auch einfach nur tief durch, weil er gerade eine Sache zu Ende durchdacht hat, seine Entscheidung getroffen ist und er das Thema loslässt. Yepp, in 99% der Fälle, ist er sich seiner Sache sicher und braucht keine Bestätigung von irgendwem außer sich selbst. Bewundernswert.

So, der Blick auf die Uhr nimmt mir die Entscheidung ab, ob ich diesen Beitrag noch mal durchlese und ändere. Ich muss fix runter zum Soundcheck und wenn ihr uns heute Abend besuchen kommt und am Merch die Wundertüte bestellt: Lasst Euch Zeit, kein Grund, uns zu beeilen.

Bis später am Merch,
Eure Jana

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2 Kommentare

  1. Das kenne ich… Aufgrund von Allergien und Unverträglichkeiten bin ich bei der Essensauswahl meistens recht eingeschränkt und kaufe eigentlich immer die gleichen Sachen ein. Ich sage immer, wenn ich in einen Supermarkt gehen und alles essen könnte, was es dort gibt, würde ich dort gar nicht mehr herauskommen, weil ich dann gar nicht wüsste, was ich kaufen sollte…

  2. Tanja Bukowski Antworten

    ja es darf nicht so viel auf dem Tisch stehen. So ein Büffet ist immer sehr schwierig find ich, genau auszusuchen was man will. Am liebsten alles mal probieren. Weihnachten gehen wir essen bei einem Chinesischen die haben auch immer so leckere Sachen dort. Das ist echt schwer für mich. Gesund am besten auch noch!!

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